Freitag, 24. August 2007

Schwarzer Regen - grauer Sand


Auswirkungen und Umweltfolgen eines Krieges




USA/IRAK Eine militärische Konfrontation am Golf könnte erneut zu einem von beiden Seiten geführten Umweltkrieg gegen die Zivilbevölkerung führen. Die USA bedrohen den Weltfrieden mit ihrer Politik des "first strike", die jetzt auf einen Krieg gegen den Irak zielt und mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen verbunden sein könnte. In allen Szenarien kommen allerdings weder Iraks Zivilbevölkerung noch die Umwelt als Zielobjekte vor. Doch Parallelen zur Operation Wüstensturm von 1991 zeichnen sich ab.

In der Schlussphase der Operation Wüstensturm zerstörte die US-Luftwaffe im Februar 1991 etwa 700 zivile Ziele im Irak, um einen Wiederaufbau des Landes - für den sich die Sanktionen bereits abzeichneten - zu erschweren. Betroffen waren Produktionsanlagen für Zivilgüter, urbane und ländliche Infrastruktur sowie Trinkwasserreservoire für Wohn- und Agrargebiete.

Vizepräsident Richard Cheney, heute einer der Falken innerhalb der Bush-Regierung, kündigte seinerzeit noch als Verteidigungsminister an: "Wenn ich dies noch mal tun müsste, würde ich es erneut genauso tun". Er ließ offen, was konkret gemeint war. Die Folgen des Umweltkrieges jedenfalls, der 1991 geführt wurde, spielen die USA bis heute herunter. Informationen darüber hält das Pentagon unter Verschluss. Um so wichtiger ist es, die ökologischen und humanitären Begleiterscheinungen der alliierten Operationen in Erinnerung zu rufen, über die gesicherte Erkenntnisse bestehen, um eine realistische Vorstellung von dem zu geben, was im Falle eines erneuten Angriffs auf die irakische Zivilbevölkerung zukäme.

Die USA hatten als Führungsmacht von Desert Storm - mit Billigung ihrer NATO-Verbündeten - a priori auch auf "ökologische Kriegführung" gesetzt, um die Zerstörungskraft konventioneller Waffen zu potenzieren. 1991 folgte die Golfkriegsallianz mit Air-Land-Battle (ALB) einer Militärdoktrin der US-Streitkräfte, die von der Vorstellung eines "integrierten Gefechtsfeldes" ausging, auf dem konventionell-elektronische, chemische und atomare Waffen so eingesetzt werden, das "integrierte Wirkungen" entstehen. Von den ökologischen und humanitären Konsequenzen her eine klar völkerrechtswidrige Philosophie.

Wasser und Öl


Einen Monat vor Beginn des Golfkrieges hatte die US-Regierung dem Partner Türkei als Nachbarstaat des Irak die Teilhabe an einem begrenzten Umweltkrieg gegen Saddam Hussein nahegelegt. Mit Hilfe des dortigen Staudammsystems sollten auf türkischer Seite die Flüsse Tigris und Euphrat so weit aufgestaut werden, dass der Abfluss in das Zweistromland Irak spürbar reduziert worden wäre. US-Experten schätzten damals, der Irak werde ein solches Wasser-Embargo kaum länger als drei Monate aushalten. Ein Verstoß gegen Völkerrechtsnormen, die eine Störung des ökologische Gleichgewicht einer Region aus militärischen Gründen untersagen und entsprechende Handlungen seit 1978 als Kriegsverbrechen einstufen.

Ankara wies zwar das Ansinnen der USA offiziell zurück, dennoch verringerte sich Anfang 1991das Dargebot des Euphrats um 40 Prozent. Diese faktische Halbierung der Wassermenge erhöhte die Konzentration toxischer Stoffe im Fluss, die infolge der Kampfhandlungen auftraten. Zugleich verringerte sich die Abflussgeschwindigkeit der Schadstoffe - ein virulenter Seuchenherd. Da auch die irakische Landwirtschaft auf das Euphratwasser angewiesen ist, beeinträchtigte der erhöhte Schadstoff-Anfall die Agrarproduktion erheblich.

Am 23. September 1990 - vier Monate vor Kriegsbeginn - hatte Saddam Hussein seinerseits angekündigt, wie er einen Krieg mit der und damit gegen die Umwelt zu führen gedenke. Er werde bei einem Angriff gegen sein Land "den Himmel auf Dauer verdunkeln lassen", hieß es. Der apokalyptischen Prophezeiung lag die Absicht zugrunde, gegebenenfalls eine Öko-Waffe einzusetzen, die bis dahin als der Auslöser eines Worst-Case-Szenarios in der Golfregion galt: Irakische Ingenieure sollten die Ölfelder Kuwaits in Brand setzten - und sie taten es. Im Februar 1991 brannten 550 der rund 1.200 kuwaitischen Ölquellen, ein Inferno und eine beispiellose Störung der ökologischen Balance.

Der durch die Brände bewirkte Ruß-Fallout schlug sich mit einem Gemisch aus Schwefeldioxid, Stickoxiden, Salpetersäure, toxischen und krebserzeugenden Kohlenwasserstoffen, Schwermetallen sowie ultragiftigen Dioxinen (schwarzer Regen) monatelang in Wohngebieten und Küstengewässern nieder. Das Max-Planck-Institut (MPI) für Meteorologie sprach von einer Fallout-Konzentration von 500 Milligramm pro Quadratmeter über zwölf Monate hinweg. Im Umkreis von 350 Kilometern um Kuwait verfärbte sich der Wüstensand gräulich, die Bäume verloren ihre Blätter, wertvolle Seegrasfelder wurden zerstört. Etwa 300 Millionen Liter Öl verseuchten der Strömung folgend den Golf und gefährdeten das Trinkwasser von Anrainerstaaten wie Kuwait und Saudi-Arabien, die ihren Trinkwasserhaushalt zu mehr als 95 Prozent durch Meerwasser-Entsalzungsanlagen bestritten. Das maritime Ökosystem des Golfs - Fischbestände, Algen- und Bakterienflora - wurde nachhaltig geschädigt. In den großflächigen Wattablagerungen am Golf kann sich Öl Jahrzehnte lang halten und immer wieder austreten. Temperaturen sanken um bis zu zehn Grad, so dass sich der hydrologische Zyklus veränderte und die Windstärken zunahmen. Sandstürme führten zu einer verstärkten Bewegung von Wanderdünen, die ganze Oasen unter sich begraben können.

So verschwanden bis dahin vorhandene Biotope, war die ökologische Substanz einer Großregion ernsthaft gestört, weil nicht nur menschliche Lebensräume, sondern auch deren natürliche und wirtschaftliche Hilfsquellen dauerhaft geschädigt blieben.

Raketen und Uranmunition


Im Luftkrieg gegen den Irak warfen die Alliierten 88.500 Tonnen Bomben ab, ein Teil davon auf Anlagen, die gefährliche Stoffe enthielten und beträchtliche Umweltschäden auslösten. Bei den zivilen Zielen handelte es sich um Zentren für die Produktion und Raffinierung von Öl, um Verladeterminals, Pipelines, Staudämme, Düngemittelfabriken und Elektrizitätswerke. Dazu kamen die militärischen Destruktionspotenziale des Irak, die gefährliche Stoffe enthielten. Nach eigenen Angaben wollen die Alliierten insgesamt drei nukleare, 18 chemische und 10 biologische Anlagen (samt Hunderten von Bunkern) sowie mehrere Munitionsfabriken vernichtet haben.

Diese Objekte lagen fast alle an Tigris und Euphrat, zudem meist in der Nähe von bewohnten Gebieten, betroffen waren Orte wie al Fallujah, al Hillah, al Quaim, Baiji, Basra, Isis, Karbala, Mosul, Musayyib, Salman Pak und Sammara. Am 4. Februar meldete der Pressedienst der französischen Streitkräfte, im gesamten Irak sei der "chemische Fallout" (heftiger Niederschlag) eingetreten. Abhängig von den meteorologischen Bedingungen dauerte die vollständige Zersetzung der in die Atmosphäre ausgetretenen Kampfstoffe Tabun, Sarin und Senfgas teils Monate, weil sie erst bei höheren Temperaturen vollständig zersetzt wurden.

Zur Strategie des Luftkrieges gehörte ebenfalls die Zerstörung ziviler Versorgungsanlagen - von Wasserwerken, Pumpstationen, Staubecken, Elektrizitätswerken, Kläranlagen. In allen größeren Städten - über 60 Prozent der 19 Millionen Iraker lebten dort - brach im Januar 1991 die Wasser- und Stromversorgung nach nur wenigen Kriegstagen zusammen. Danach - das besagen WHO-Angaben - verfügte die Bevölkerung nur noch über fünf Prozent der üblichen Wassermenge. Bagdad holte sich sein Trinkwasser deshalb aus dem Tigris mit der Folge, das Cholera und Typhus auftraten.

Noch verheerender war der Einsatz von Urangeschossen. Wenngleich sich die Frage nach dem Umfang einer Kontamination noch immer nicht hinreichend beantworten lässt, so ist doch inzwischen einiges bekannt. Zunächst: Die US-Nuclear Regulatory Commission (NRC) definiert Uranmunition (depleted uranium: DU) als Uran, in dem der Prozentanteil des Isotop-Gewichts von U-235 weniger als 0,711 Prozent beträgt. Wie natürliches Uran ist DU ein unstabiles, radioaktives Schwermetall, das Alpha-, Beta- und Gammastrahlung emittiert. Wegen der Halbwertzerfallszeit (4,5 Milliarden Jahre) sind Betroffene demnach ihr gesamtes Leben gleichbleibender Radioaktivität ausgesetzt.

Angaben über das Quantum an DU-Munition, das von den USA und Großbritanniens eingesetzt wurde, schwanken zwischen 400 und 900 Tonnen. Bereits kurz nach Kriegsende gab es Hinweise auf verheerende gesundheitliche Nöte. Nach einer Studie der Britischen Atomenergie-Behörde (AEA) können 40.000 Tonnen DU-Munition bis zu 500.000 Menschen verstrahlen - das heißt, die Zahl der im Irak Geschädigten läge bei etwa 10.000, die alliierten Soldaten wären dabei noch nicht einmal berücksichtigt

Das US-Energieministerium vermeldete jüngst, DU-Munition könne die Transurane Plutonium, Americum und Neptunium sowie fission products (technetium-99) enthalten. Tatsächlich wiesen UN-Analysen nach dem Jugoslawien-Krieg (1999) in dort verwendeter DU-Munition Spuren von Plutonium-239/240 nach. Derartige Munition dürfte von Air Force und Navy auch im Golfkrieg eingesetzt worden sein. Man muss dazu wissen, dass Plutonium aus toxikologischer Sicht unter den radioaktiven Elementen eine besondere Rolle spielt, da es eine extrem lange Halbwertzerfallszeit hat und aufgrund seiner ausgeprägten Strahlung als kanzerogen eingestuft wird. Schon sehr kleine Mengen in Lunge und Leber können durchaus von strahlentoxikologischer Relevanz sein.

Das US-Oberkommando könne sich nicht darauf berufen, keine Kenntnis über die exzessive Wucht seines Militärpotenzials gehabt zu haben - diejenigen, die den Luftkrieg planten, urteilte Ex-Justizminister Ramsey Clark später, wollten weitaus größere Schäden verursachen, als ihn Bomben bewirken könnten, sie wollten ein Überleben des Irak als Industriegesellschaft in Frage stellen.

Militär und Zivilgesellschaft


Während des Golfkrieges haben beide kriegführenden Parteien gegen einschlägige Normen des Kriegsvölkerrechts verstoßen. Sie haben derart exemplarische Umweltschäden verursacht, dass bis heute fraglich ist, ob der ökologische Status quo ante in der Golfregion jemals wieder hergestellt werden kann. Mit der Entscheidung zu einer solchen Form des Krieges wurde die natürliche und soziale Umwelt der Staaten Irak und Kuwait zum Schlachtfeld erklärt - der Unterschied zwischen Militär und Zivilgesellschaft aufgehoben.

Ein erneuter Angriffskrieg am Golf träfe eine verelendete, hilflose Zivilbevölkerung, die teilweise noch immer im Schatten des Umweltinfernos von 1991 lebt. Ihn zu verhindern, wäre allein schon aus diesem Grunde ein Gebot der Menschlichkeit. Wer meint, die Pläne der Vereinigten Staaten unterstützen zu müssen, sollte künftig schweigen, wenn über Vernunft, Humanität und umweltgerechte Entwicklung geredet wird.

Knut Krusewitz, Jahrgang 1941, war zuletzt Hochschullehrer für Umweltplanung an der Technischen Universität Berlin. Er ist Experte für die ökologischen Folgen moderner Kriege und dazu mit zahlreichen Publikationen hervorgetreten.

Aus "Freitag" die Ost-West Wochenzeitung Nr.39

Strahlender Irak- Die tödlichen Hinterlassenschaften der Alliierten

Die USA wollten Saddam beseitigen, weil er angeblich Massenvernichtungswaffen besitzt und damit andere Länder bedroht. Nun stellt sich heraus, dass diese Alliierten selbst mit Uranwaffen eine Massenvernichtungswaffe eingesetzt haben und zu Kriegsverbrechern geworden sind. Sie wollten Saddam, weil Mörder und Folterer stürzen - nun beweisen die schrecklichen Folterfotos in allen Zeitungen, dass das "demokratischste Land der Erde" mit seinen hehren Ansprüchen die gleichen Verbrechen begeht, um die "Demokratie" einzuführen - eine Schande.

Zurückbleiben wird Chaos, und vermutlich wird auch für das irakische Volk nichts besseres nachfolgen. Den Gewalt mit Gewalt zu vertreiben wird nie funktionieren. (Bestes und aktuellstes Beispiel ist Israel )
Uranmunition



von Frieder Wagner (unabhängiger Filmemacher) mit freundlicher Genehmigung

Für uns Deutsche ist es bei Temperaturen um 35° im Spätherbst immer noch sehr heiß im Irak. Als die UNO ihre Leute dort gerade abgezogen hatte, waren wir im Oktober in den Irak eingereist. Im Auftrag des WDR sollten wir für eine Fernsehdokumentation Material sammeln, über die gesundheitlichen Schäden, die immer wieder in Zusammenhang mit der Uranmunition gemeldet worden waren. Die Alliierten hatten nicht nur im ersten Golfkrieg 1991 diese DU-Munition (DU = depleted uranium, abgereichertes Uran) dort tonnenweise zum Einsatz gebracht, sondern auch im letzten Krieg im März / April 2003 diese Munition wieder in großen Mengen verwendet.
Begleitet haben wir auf dieser Reise zum einen den deutschen Arzt und Wissenschaftler, Professor Dr. Siegwart-Horst Günther, der 40 Jahre als Arzt und Epidemiologe im Nahen Osten gearbeitet hatte, fünf Jahre davon allein in Bagdad. Zum anderen fuhr Tedd Weyman, Vizedirektor des in Kanada ansässigen "Uranium Medical Research Centre" (UMRC) mit uns. Beide Männer wollten einige Hauptschauplätze des letzten Irakkrieges hinsichtlich der eingesetzten Uranmunition untersuchen und wir wollten sie mit unserer Kamera begleiten.

Kinder spielen mit Geschossen




Prof. Dr. Günther waren im Irak schon 1991/92 zum ersten Mal neue Krankheitsbilder, besonders bei Kindern aufgefallen, die er vorher dort nie gesehen hatte. Er diagnostizierte damals als erster, dass es Zusammenhänge geben musste, zwischen abgebrannten Urangeschossen, mit denen Kinder wochenlang gespielt hatten und ihrem kurz darauf erfolgtem Leukämietod und anderen Nieren- und Lebererkrankungen, an denen Kinder plötzlich starben. Diese Beobachtungen und seine Diagnose, dass diese tödlichen Erkrankungen von den abgebrannten Urangeschossen herrühren könnten, veröffentlichte er im Herbst 1991 erstmals im "Neuen Deutschland". Andere Zeitungen wollten seine Erkenntnisse damals nicht drucken.

Feldforscher Tedd Weyman von UMRC hatte schon mit seinen Aktionen in Ex-Jugoslawien und in Afghanistan für Aufsehen gesorgt und dort unerklärte Krankheiten in Verbindung mit der DU-Munition gebracht. Nun wollte er für UMRC auch hier im Irak nach dem neuen Krieg
solche Erkenntnisse erhärten.

Uranmunition zerstört durchschlagend



Von den Nato-Streitkräften wurden diese Urangeschosse seit den siebziger Jahren im Kampf gegen gegnerische Panzer eingesetzt, weil sie laut Testergebnissen wie "Butter in die Panzer der Gegner eindringen". Da abgereichertes Uran schwerer als Blei und seine Dichte noch um 70 Prozent höher ist, als dieses Schwermetall, verleiht das Uran dem Geschoss durch sein Gewicht eine ungeheure Durchschlagskraft, denn eine mit abgereichertem Uran gefüllte Ein-Liter-Wasserflasche würde 19 Kilogramm wiegen !
Doch das Urangeschoss hat noch eine weitere giftige und Tod bringende Eigenschaft:
Beim Durchdringen der gegnerischen Panzerung entsteht ein Uranabrieb, der sich durch die Bewegungsenergie bei Temperaturen von ca. 800° - 1000° selbst entzündet und zu hoch giftigem Uranoxid verbrennt. Die Besatzung des Panzers verglüht und der Panzer selbst explodiert. Die dabei entstehende Uranoxidwolke verseucht dann die Umwelt und kann durch Einatmen in den menschlichen Körper gelangen. Aber auch durch Wunden oder mit kontaminierten Nahrungsmitteln können die Uranoxidpartikelchen in den Körper kommen und Vergiftungen oder Krebs auslösen.

Zusammenhänge werden geleugnet



Nato und Pentagon bestreiten allerdings bis heute kategorisch, dass zwischen den in den Kampfgebieten aufgetretenen Krankheitsbildern und der Uranmunition ein Zusammenhang besteht.

In Bagdad hatte unser einheimischer Fahrer ein einfaches Hotel für uns gefunden. Wir waren damit seinem eindringlichen Rat gefolgt, uns von amerikanischen Besatzungssoldaten und Geschäftsleuten fernzuhalten, da sie immer ein mögliches Ziel von Terroranschlägen sein könnten - wie berechtigt diese Vorsichtsmaßnahme war, konnten wir danach fast jeden Abend in den BBC-Nachrichten verfolgen, wo fast täglich von Anschlägen berichtet wurde und da hat sich bis heute leider kaum etwas geändert.
Ansonsten wurden wir im Irak als Deutsche von der Bevölkerung gut aufgenommen. Am Krieg nicht beteiligt gewesen zu sein, fand überall eine gewisse Anerkennung.

Die Bevölkerung weiß Bescheid

Erstaunlich für uns war, wie gut der Durchschnittsbürger im Irak über die Gefahren von abgereichertem Uran informiert ist. Allerdings haben die Menschen zur Zeit andere Sorgen: Arbeitslosigkeit und der Hunger zwingen sie dazu diese Gefahren hinten an zu stellen. So müssen viele Jugendliche und auch alte Menschen aus Not auf dem Bagdader Panzerfriedhof von Auweirj in zum Teil verstrahlten Panzern Metallteile ausbauen, um am Ende des Tages ein paar Dinar für ein kärgliches Mahl zu erhalten. Dass sie sich gleichzeitig gefährden und ihre Gesundheit aufs Spiel setzen muss ihnen erstmal, wegen des Hungers, egal sein.

Sand drüber und fertig



In Bagdad haben wir mit Tedd Weyman einige Schlachtfelder und Einsatzorte von Uranmunition aufgesucht, die von den amerikanischen Soldaten grob gesäubert worden sind. Das heißt, stark kontaminierte Panzer waren auf Tieflader verladen und irgendwo in der Wüste wieder abgeladen und mit Sand zugeschüttet worden. Aber auch das so genannte Restaurant, das am 7. April 2003 mit mehreren 1000 kg "Bunker Buster Bomben" (Bunker brechenden Bomben) bombardiert wurde, weil man dort in einem unterirdischen Bunker Saddam Hussein vermutete, wurde "gesäubert". Das "Restaurant" entpuppte sich 10 Tage später, für die eingetroffenen US- Spezialstreitkräfte, als ein privates Doppelhaus in dem drei Familien getötet und das durch die Bomben völlig vernichtet worden war und von dem nur noch ein 60 Fuß tiefer Bombenkrater übrig geblieben war. Der direkte Nachbar fand ein Bein einer 15 Jahre alten Tochter der getöteten Familien auf seinem Balkon und der Nachbar auf der gegenüberliegenden Straßenseite den Kopf der Großmutter auf seinem Dach. Die Spezialstreitkräfte nahmen von allem DNA-Proben und luden mit schwerem Gerät alle Trümmer auf 12 große Laster und brachten sie an einen unbekannten Ort. Das übrig gebliebene, riesige Loch verfüllten sie mit frischen Sand, so dass heute nur noch eine sauber eingeebnete Platzfläche von ca. 100 mal 70 Meter zu sehen ist.

1.000-fach erhöhte Radioaktivität



Aber der Schein trügt. An verschiedenen Stellen, z. B. am Bagdad Gate an der Straße Nr. 6, direkt neben einem Rastplatz, wo - etwa acht Meter von unseren Messungen entfernt - eine Familie gerade rastete und eine kleine Mahlzeit zu sich nahm, haben wir an Metallresten das 1000-fache der normalen radioaktiven Umweltstrahlung gemessen. Wir haben die Anwohner vor der Gefahr gewarnt, mehr konnten wir vor Ort nicht tun.

Basra - früher die Perle des Ostens - jetzt eine Kloake




Zwei Tage später sind wir nach Basra aufgebrochen. Unser Fahrer wählte die 600 Kilometer lange Straße entlang des Tigris, die zu dieser Zeit als relativ sicher galt und wir erreichten das früher als "Venedig des Ostens" bekannte Basra heil vor Einbruch der Dunkelheit. Von der Schönheit früherer Reiseberichte ist heute in der Stadt nicht mehr viel zu sehen, man kann sie nur noch erahnen. So sind die Kanäle nach zwei Kriegen nur noch ölschwarze, stinkende Kloaken, angefüllt mit Müll und unzähligen Plastikflaschen.
Am Morgen des nächsten Tages sind wir zu der 20 Kilometer südlich gelegenen Ortschaft Abu Khasib aufgebrochen. Hier war es während der 26 Tage dauernden Kampfhandlungen des letzten Krieges, zu heftigen Kämpfen der britischen Streitkräfte gegen irakische Panzer- und Panzerabwehrverbände gekommen. Gegen diese irakischen Panzer haben die Alliierten große Mengen von DU-Munition eingesetzt. Irakische Kriegsveteranen haben uns erzählt, dass die Urangeschosse tatsächlich wie Butter in die irakischen Panzer eingedrungen sind.

Geigerzähler war überfordert




Auf diesem ehemaligen Schlachtfeld bei Abu Khasib haben wir an verschiedenen Stellen eine um das 200-fache höhere Radioaktivität gemessen, als die allgemein übliche, natürliche Strahlung. An einzelnen Panzerwracks schlug unser Geigerzähler so hoch aus, dass keine exakte Messung mehr möglich war, weil der Zeiger, wie festgeklebt, am Ende der Skala hängen blieb und der Zähler einen höchst schrillen Dauerton abgab. Die Radioaktivität betrug an den Einschusslöchern dieser Panzer über das 20.000-fache der natürlichen Strahlung. Immer wieder haben wir auf diesen Panzern Kinder und Jugendliche gesehen, die auch hier versucht haben aus diesen Wracks wertvolle Metallteile auszubauen, um sie für ein paar Dinar bei den Schrotthändlern zu verkaufen.
Auch diese Jugendliche riskieren ständig ihre Gesundheit. Denn bei jedem Schritt und jedem kleinsten Windstoß werden Uranoxidpartikelchen aufgewirbelt und wer sie einatmet ist auf das höchste gefährdet. Denn über die Lunge können sie ins Blut gelangen, sich in den Knochen und im Gewebe festsetzen und dort trotz ihrer Niedrigstrahlung gesunde Körperzellen zu Krebszellen werden lassen.

Krebs und Missgeburten im Mutter-Kind-Krankenhaus




Welche schreckliche Konsequenzen das hat, konnten wir mit Prof. Günther im "Mutter-Kind-Krankenhaus" in Basra einen Tag später sehen. Dort sterben inzwischen 80 Prozent der Leukämie- und krebskranken Kinder an ihren Erkrankungen und alle Kinder, die wir dort gesehen haben, waren drei Tage später tot. Für die Leiterin der Station, Prof. Dr. Jenan Hassan, steht fest, dass diese Krebserkrankungen eine Folge des Einsatzes der Uranmunition sind. Aufgrund der seit über acht Jahren von ihr gemachten Aufzeichnungen und Fotodokumentationen, kann sie beweisen, dass seit der großen, von den Alliierten geführten Panzerschlacht, 1991, bei der Tonnen von Uranmunition eingesetzt wurden, die Krebsrate an ihrem Krankenhaus um das 10-fache zugenommen hat. Vor 1991 gab es auch kaum Missgeburten, auch sie sind dramatisch angestiegen, im letzten Jahr waren es am "Mutter-Kind-Krankenhaus" allein über 300 Fälle. Und Dr. Hassan weist darauf hin, dass in Gegenden des Irak, wo keine Kriegshandlungen stattgefunden haben, also keine Uranmunition eingesetzt wurde, es auch bis heute keine solche Krankheitsbilder gibt. Entsprechend berichtet sie uns von Tragödien, die sich seitdem immer wieder in Basra und Umgebung abspielen:
So hat vor dem Krieg eine Frau ein gesundes Kind bei ihr zur Welt gebracht. Ihr Mann war dann als Soldat 1991 an der Panzerschlacht südlich von Basra beteiligt. 1994 bekam sie wieder ein Kind von ihm. Es hatte schwere Missbildungen und starb kurz nach der Geburt. Anfang 1996 gebar die Frau ihrem Mann erneut ein Kind. Es hatte die gleichen Missbildungen und starb wieder kurze Zeit später. Daraufhin verstieß der Ehemann seine Frau und heiratete eine andere. Sie bekam ein knappes Jahr später auch ein Kind von ihm: Es hatte die gleichen Missbildungen wie die beiden Babys der ersten Frau. Als dem Mann klar wurde, dass er der Verursacher der Missbildungen sein musste, erschoss er sich.

Nur noch Gebete können helfen




Dr. Jenan Hassan erzählt uns weiter, dass die Frauen heute nach der Geburt nicht mehr fragen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, sondern ob es gesund oder entstellt ist. Als Ärztin betet sie deshalb jeden Morgen, dass es keine neuen Fälle von Leukämie oder Krebs mehr geben möge, aber Allah hat sie bis heute nicht erhört und sie prophezeit, dass es aufgrund ihrer Erfahrungen und Untersuchungen in Basra, in ein bis zwei Jahren auch in Bagdad wegen der schweren Bombardierungen der Saddam-Paläste mit Uranbomben zu einem dramatischen Anstieg der Leukämie- und Krebserkrankungen kommen wird - nicht nur bei der Zivilbevölkerung, auch bei den dort stationierten, alliierten Soldaten.

Die Erkrankungen machen vor niemanden Halt. Allein in Basra weiß Dr. Jenan Hassan, sind inzwischen auch 24 Ärztinnen und Ärzte an Krebs erkrankt. Und so sitzen die Angehörigen der an Krebs und Leukämie erkrankten Kinder apathisch neben ihren Söhnen und Töchtern und starren hilflos die kahlen Wände des Krankenhauses an, denn sie wissen, dass die Krebsdiagnose das Todesurteil für ihre Kinder bedeutet, weil es in Basra keine Medikamente gibt, die sie retten könnten.

Auch ich werde den Blick des kleinen Mohammed in meine Kamera nie mehr vergessen: Der Krebs hatte seine Lymphen zu riesigen Knoten anwachsen lassen und Dr. Hassan flüsterte mir auf Englisch zu: Er wird den nächsten Sonnenaufgang nicht mehr erleben.

Mit allen Kolleginnen und Kollegen fordert Dr. Jenan Hassan deshalb die Uranmunition weltweit zu ächten, weil sie die Umwelt verseucht, weil sie unheilbare Krankheiten hervorruft und weil sie eine radiologische und hoch giftige Waffe ist, die nach dem Kriegsführungsrecht eigentlich schon seit vielen Jahrzehnten verboten ist.

«Wem gehört das Wasser?»

Eine wertvolle Publikation zu einem brisanten Thema

Nach dem ausgezeichneten und vielbeachteten Buch «Das Bild der Menschenrechte» aus dem Schweizer Verlag Lars Müller liegt nun in einem ähnlichen Konzept das 536-seitige Buch «Wem gehört das Wasser?» vor. Das Buch wurde von der EAWAG, dem Wasserforschungsinstitut der ETH, unterstützt.

uk. Wie die Menschenrechte ist auch das Element Wasser für unsere Existenz unerläss­lich. Das Buch enthält neben zahlreichen ausgezeichneten Fotografien gute thematische Textbeiträge. Die Herausgeber Klaus Lanz, Lars Müller, Christian Rentsch und René Schwarzenbach machen deutlich, dass das Lebenselement Wasser «sich jedem Besitzanspruch entzieht, sei er politisch oder ökonomisch, sondern vielmehr der Verantwortung und Wertschätzung einer bewussten Weltgemeinschaft untersteht».
Soziale, ökologische, politische und ökonomische Interessenkonflikte behindern eine Bewältigung dieses weltweiten Problems. Das Wasser soll zu einem Instrument der Machtpolitik werden. Die gefährliche Privatisierung verhindert zunehmend immer mehr Menschen die freie Verfügbarkeit über genügend Wasser für ihre Existenz, viele Menschen sterben aus Mangel an Wasser oder erkranken an verschmutztem Wasser.
Die Autoren legen auch verschiedene Lösungsansätze vor. Das Buch schliesst mit einem feurigen Plädoyer dafür, dass das Wasser allen gehören sollte und dass ein freier Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht anerkannt werden muss.
Es ist sehr erfreulich, dass solche Publikationen erscheinen. Auch das Schweizerische Rote Kreuz hat in seinem ansprechenden Kalender 2007 für die Spendensammlung das Wasser thematisiert. Zeit-Fragen hat bereits in verschiedenen ausführlichen Artikeln die brisante Problematik aufgerollt und auf die Gefahr von Kriegen ums Wasser hingewiesen.
Vielfältige Annäherung an die Thematik

In sechs Kapiteln nähern sich die Autoren anhand von engagierten und ästhetischen Fotografien und ausführlichen Texten dem Thema aus verschiedenen Perspektiven an. So wird dem Leser das Wasser als phänomenales und einzigartiges Element vorgestellt, die nicht immer einfache Beziehung Wasser – Mensch durchleuchtet, auf die poli­tische Bedeutung des Wassers in Krisenregionen, aber auch auf dessen spirituelle Komponente in verschiedenen Kulturen aufmerksam gemacht.
Im Kapitel «Nahaufnahmen» wird beispielsweise dargestellt, wie mit der von der Helvetas und der DEZA propagierten «Sodis-Methode» verschmutztes Wasser in Pet-Flaschen im Sonnenlicht gereinigt und trinkbar gemacht wird. Eine grossartige lebensrettende Erfindung, die sicher durch findige Naturwissenschafter ausgebaut werden könnte. Damit wird auch angeregt, wie unsere Gesellschaft, die weitgehend auf Kriegswirtschaft eingestellt ist, auch auf Friedensproduktion umgestellt werden kann und Arbeitsplätze für das Allgemeinwohl geschaffen werden können, wenn der politische Wille dies möchte und die Bevölkerung das von ihren Politikern fordert.
Das Buch gibt in verschiedenen Kapiteln («Wasser gegen den Hunger», «Vergiftetes Wasser» oder «Wasser für die Landwirtschaft») auch interessante Einblicke in die Probleme der weltweit globalisierten Landwirtschaft. So erfährt der Leser beispielsweise, «dass für die Produktion von Fleisch zehnmal mehr Wasser verbraucht wird als für die Produktion einer Menge pflanzlicher Nahrungsmittel mit gleichem Nährwert».
Wasser – ein Menschenrecht

Allein das grosse Kapitel «Wasser und Macht» verdient besondere Aufmerksamkeit. So werden das Geschäft mit dem Wasser, die Privatisierung, der Kampf um den Wassermarkt oder das fehlende internationale Wasserrecht behandelt. In einem speziellen Kapitel «Der Nahostkonflikt ist auch ein Wasserkrieg» wird hervorgehoben, «dass kriegerische Auseinandersetzungen wie der Nahostkonflikt immer auch Kriege um Wasser waren und sind».
Im folgenden sollen daraus eine Textpassagen zitiert werden: «Gegen alle internationalen Rechtsgrundsätze nutzt Israel seine Macht als Besetzer, um schon heute wichtige Vorentscheidungen zu seinen Gunsten durchzusetzen: So etwa mit der Deklaration einer sogenannten Sicherheitszone entlang des Jordans, über die Israel auch in künftigen Friedensverhandlungen nicht mehr diskutieren will. Damit wären die Palästinenser auch in Zukunft gänzlich von der Mitbestimmung über das Jordan-Wasser ausgeschlossen, obwohl der Jordan über weite Strecken nicht ein israelisch-jordanischer, sondern ein palästinensisch-jordanischer Grenzfluss sein wird. Überdies setzten israelische Verhandlungsdelegationen durch, dass die Grundwasservorräte des künftigen palästinensischen Staates in den Abkommen jeweils als ‹gemeinsame Ressourcen› definiert werden, über deren Verwendung ein Wasser-Komitee nach Abschluss eines Friedensvertrags entscheiden soll. Mit dieser Definition sichert sich Israel bereits jetzt ein künftiges Vetorecht für alle Entscheidungen darüber, wie Wasservorkommen in Palästina später einmal genutzt werden. Das gleiche Recht hat Israel den Palästinensern im Gaza-Streifen verweigert. Dort soll die israelische Wassergesellschaft Mekorot auch allein für die Wasserversorgung zuständig bleiben.» (S. 483)
Diese Fakten sind empörend und machen den Leser nachdenklich, verweisen uns auch auf andere Konfliktgebiete und Kriege in der Welt und rufen alle Menschen und die Zivilgesellschaften auf, ihre wahnsinnigen Kriege zu beenden und endlich die minimale Lebensexistenz für alle Menschen auf diesem Globus zu sichern.
Dem hervorragend gestalteten Buch ist eine weite Verbreitung auch als Schullehrmittel und für besondere Schülerprojekte zu wünschen. Wasser muss als Menschenrecht für alle gesichert werden.
Evo Morales, Präsident von Bolivien, hält im Buch zu Recht fest: «Ich bin davon überzeugt, dass Trinkwasser – Wasser ganz allgemein – kein privates Geschäft sein darf, sondern eine öffentliche Dienstleistung sein muss.» Setzen wir uns dafür ein! •

Wem gehört das Wasser? Hrsg.: K. Lanz, L. Müller, Ch. Rentsch, R. Schwarzenbach, Verlag Lars Müller Publishers, Baden 2006. ISBN 3-03778-015-0

Gesundheit in Österreich: Langes Leben, weher Rücken

Herr und Frau Österreicher werden immer älter, schätzen sich überwiegend als gesund ein, haben ansonsten vor allem mit der Wirbelsäule zu kämpfen und legen an Gewicht zu: So lauten einige Ergebnisse der Gesundheitsbefragung 2006/2007, welche die Statistik Austria im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit, Jugend und Familie durchgeführt hat.

Das Kreuz mit dem Rücken

Im Zuge der repräsentativen Umfrage wurden rund 15.500 Personen ab 15 Jahren zu Gesundheitszustand und -verhalten interviewt. Nun wurden die Resultate der Erhebung präsentiert: Nach der eigenen Wahrnehmung befragt, bewerten 75,5 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ihren Zustand als "sehr gut" oder "gut". Gleichzeitig gibt es verbreitete gesundheitliche Problembereiche: Spitzenreiter ist dabei die Wirbelsäule, die einem Drittel der Befragten zu schaffen macht.

An zweiter Stelle steht Bluthochdruck, von dem jede fünfte Person betroffen ist. Den dritten Rang nehmen Allergien ein, danach folgen Gelenkserkrankungen sowie Kopfschmerzen oder Migräne. Rund 390.000 Menschen in Österreich haben eigenen Angaben zufolge Diabetes – und etwa ebenso viele leiden an Osteoporose (Knochenschwund).

Raucherinnen ersetzen Raucher


Deutlich gestiegen ist seit Anfang der 1990er-Jahre der Anteil der stark übergewichtigen Bevölkerung: Mittlerweile müssen zwölf Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen laut Definition der WHO als fettleibig bezeichnet werden. In Sachen Bewegung lassen es die meisten Österreicherinnen und Österreicher eher ruhig angehen: 32 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen geben an, mindestens dreimal pro Woche Sport zu treiben.

Der Nikotinkonsum ist insgesamt gleichbleibend, doch ist hier eine Verschiebung nach dem Geschlecht erkennbar: Zwar rauchen mit 27,5 Prozent nach wie vor mehr Männer als Frauen (19,4 Prozent), doch ist bei den Männern die Raucherrate seit den 1970ern gesunken, bei den Frauen im Gegenzug aber angestiegen. Die Lebenserwartung schließlich ist in den letzten 15 Jahren bei Frauen um 3,7 Jahre auf nunmehr 82,7 Jahre angewachsen, bei Männern sogar um 4,8 Jahre auf 77,1 Jahre.

Quelle: statistik.at

persönliche Anbmerkung: eine Befragung von 15.500 Menschen... und daraus eine "Erkenntnis" abzuleiten ist schlicht und einfach IRREFÜHREND ... wie o.a. Zahlen auch belegen.

Heile Haut: Mit richtiger Diät gegen Pickel & Co?

Ernährung ist bekanntermaßen auch Hautsache, versorgt sie unser größtes Organ doch mit den erforderlichen Proteinen, Fetten, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Australische Wissenschafter kommen auf Grundlage einer kleinen Studie nunmehr zu der Überzeugung, dass der richtige Speiseplan auch ein probates Mittel gegen Akne darstellen kann: Wer Lebensmittel mit hoher Glykämischer Last meidet, so die Wissenschafter der Universität Melbourne, kann Hautläsionen durch Akne besser hintanhalten.

Die Glykämische Last (GL) von Lebensmitteln wird auf Basis des Glykämischen Index (GI) berechnet: Dieser beschreibt die Geschwindigkeit, mit der verzehrte Kohlenhydrate zu einem Blutzuckeranstieg führen. Zuckerhaltige Nahrungsmittel, die von Magensäure und Verdauungsenzymen sehr leicht in den Zucker-Einzelbaustein Glukose zerlegt werden können, gelangen besonders schnell ins Blut, sie haben einen hohen GI. Das gilt etwa für gesüßte Softdrinks, Weißbrot oder Kuchen, während Vollkornprodukte Kohlenhydrate mit niedrigem GI liefern. Die Glykämische Last erlaubt eine differenziertere Bewertung von Lebensmitteln, indem sie den Anteil verschiedener Kohlenhydrate an einem Nahrungsmittel berücksichtigt.

Besserung von Hautläsionen

Im Rahmen ihrer Untersuchung teilten Robyn Smith und Kollegen nun 43 Akne-Patienten in zwei Gruppen und baten die Teilnehmer, sich entweder herkömmlich zu ernähren oder auf Lebensmittel mit niedriger Glykämischer Last zu setzen. Ergebnis: Nach Ablauf von zwölf Wochen zeigten die Probanden der Versuchsgruppe deutlich weniger Pickel und Mitesser als die Teilnehmer der Kontrollgruppe, berichtet das Team im "Journal of the American Academy of Dermatology".

"Die Ergebnisse dieser Untersuchung lassen uns annehmen, dass nahrungsbezogene Lifestyle-Faktoren die Entwicklung von Akne beeinflussen können", bilanziert Studienleiterin Smith. Allerdings brauche es in jedem Fall noch weiterführende, breit angelegte Studien, bevor diesbezügliche Empfehlungen abgegeben werden könnten. So ist den Wissenschaftern etwa noch unklar, ob für die Verbesserungen des Hautbildes im Rahmen ihrer Studie der eingetretene Rückgang des Körpergewichts oder die verbesserte Ansprache der Teilnehmer auf das Hormon Insulin verantwortlich zu machen ist.

Reuters Health; Journal of the American Academy of Dermatology

Montag, 19. März 2007

Stress im Job: Gute Beziehung hält Blutdruck im Zaum


Verheiratete Menschen mit reichlich Stress im Beruf können mit diesen Belastungen besser umgehen, wenn ihre Ehe intakt ist.
Das wollen US-Forscher in einer aktuellen Studie belegt haben. Umgekehrt trage eine weniger gute Beziehung dazu bei, dass man den Druck im Job schlechter verarbeitet. Dieser Zusammenhang lässt sich den Forschern zufolge sogar am Sinken bzw. Ansteigen des Blutdrucks nachvollziehen und betrifft vor allem Frauen.

"Personen, die viel beruflichen Stress und eine schwache Bindung in ihrer Beziehung erfahren, sollten ihren Blutdruck besonders im Auge behalten", rät Studienleiter Sheldon Tobe von der Universität Toronto. Die Wissenschafter hatten in ihrer Studie 229 Männer und Frauen ein Jahr lang begleitet. Alle Probanden und Probandinnen waren verheiratet und hatten zu Studienbeginn einen normalen Blutdruck. Das Forschungsinteresse des Teams richtete sich vor allem auf die Verbindung von Zufriedenheit im Job und in der Beziehung.

Bindung ist von Einfluss

Von beiden Faktoren ist bekannt, dass sie die Gesundheit beeinflussen können. Tobe und Kollegen untersuchten, wie eng die Bindung zwischen den Ehepartnern war und wie sehr diese einander unterstützten. Zudem wurde die Entwicklung des Blutdrucks der Studienteilnehmer im Laufe eines normalen Arbeitstages gemessen. Nach einem Jahr zeigte sich folgendes Bild: Jene Probanden, die wenig Unterstützung durch den Partner erfuhren und großem Stress ausgesetzt waren, erlebten eine Erhöhung des systolischen, oberen Blutdruckwerts um drei Punkte.

Bei den Teilnehmern mit innigerer Bindung war der Blutdruck am Studienende dagegen sogar um drei Punkte gefallen. Stress im Job und wenig Kontrolle über die beruflichen Anforderungen können Entzündungsprozesse im Körper und die Ausschüttung von Stresshormonen begünstigen, schreiben die Forscher im "American Journal of Hypertension". Bei gestressten Menschen könne die beruhigende Wirkung einer sehr engen Beziehung zum Partner diesen Effekt hintanhalten.

Quelle: Reuters Health; American Journal of Hypertension
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Liste statt Lust: Wie Sie vernünftig einkaufen

Wenige halten sich eisern daran, einigen dienen sie als Stichwortgeber, um nichts Wichtiges zu vergessen, und viele verzichten völlig darauf: die guten alten Einkaufslisten. In einer US-Studie wurde jetzt untersucht, welchen Einfluss vor einem Einkauf gemachte Notizen auf das Konsumverhalten von Menschen nehmen können. "Wir haben festgestellt, dass Menschen, die erst im Geschäft rekonstruieren, was sie an Lebensmitteln brauchen, eher genussgeleitet als rational entscheiden", fasst Studienleitern Yuval Rottenstreich von der Duke University das Ergebnis zusammen.

Spontan vor dem Einkaufsregal gefällte Entscheidungen seien eher von äußeren Faktoren beeinflusst – also davon, was man direkt vor sich sieht.

Umgekehrt würden Einkaufslisten rationale und bewusste Entscheidungen begünstigen: Der Konsument oder die Konsumentin müsse sich schließlich schon vor dem Gang in den Supermarkt überlegen, welche Dinge dort zum Verkauf stehen. Außerdem würden mit Listen ausgerüstete Käufer eher zu günstigen Produkten greifen als jene, die ihre Kaufentscheidungen erst angesichts der ausgestellten Ware fällen, halten die Wissenschafter fest.

Fertiggerichte: Gesalzene Gefahr fürs Herz?

Etwa drei Viertel des Salzes, das wir täglich zu uns nehmen, verstecken sich in fertig zu kaufenden Produkten, warnen britische Forscher. Dieser Umstand führe dazu, dass viele Menschen trotz bewussten Umgangs mit dem Salzstreuer auf ein beträchtliches Tagesquantum des Würzmittels kommen. Als wahre Salzbomben erweisen sich laut Bericht der BBC oftmals Fertiggerichte wie Pasta-Saucen, Sandwiches oder Pizza.

"In industriell gefertigten Nahrungsmitteln versteckt sich sehr viel Salz. Man kann es aber nicht immer schmecken – und manchmal lauert es dort, wo man es am wenigsten vermutet", weiß Betty McBride von der British Heart Foundation. So würden auch Frühstücksflocken und Süßspeisen nicht selten beträchtliche Mengen an Salz bergen. Im Vereinten Königreich startet nun eine Aufklärungskampagne, die den Konsumenten näherbringen soll, wie man den Salzgehalt aus Nährstoffangaben herausliest.

Alternativen sind gefragt

Eine jüngst durchgeführte Umfrage hatte ergeben, dass rund 40 Prozent der britischen Konsumenten den Salzgehalt von Lebensmitteln vor dem Kauf zwar überprüfen möchten, ein großer Teil davon aber aus den Packungsangaben nicht schlau wird. Seitens der staatlichen Food Standards Agency heißt es, man werde weiterhin Druck auf die Nahrungsmittelindustrie ausüben, um diese dazu zu bringen, salzärmere Alternativen anzubieten. Derart sollen den Konsumenten gesunde Entscheidungen leichter gemacht werden.

"Salz kann Bluthochdruck verursachen und das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen. Wir alle tun gut daran, diesen versteckten Killer in unserem Essen mit detektivischer Genauigkeit aufzuspüren", so Expertin McBride. Wer die Nährwertangaben auf Lebensmitteln liest und im Zweifelsfall zu einer salzärmeren Alternative greift, tue seinem Herzen damit einen großen Gefallen.

Quelle: BBC News

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Mittwoch, 21. Februar 2007

Nicht immer gesund

Nicht immer gesund: Obst und Gemüse mit Pestiziden belastet

Hamburg (ddp). Gemüse ist nicht immer gesund. Die Umweltorganisation Greenpeace wirft vielen deutschen Landwirten vor, diverse Obst- und Gemüsesorten mit gesundheitsgefährdenden Pestiziden zu behandeln. Die Verbraucherschützer untersuchten Ware aus Supermarktketten in ganz Deutschland. Die Ergebnisse können Verbraucher in einem kostenlosen Einkaufsratgeber nachlesen. Generell in Deutschland verbotene Gifte fand das Labor in 10 der insgesamt 84 Proben. In 14 weiteren Produkten steckten Substanzen, die für das betroffene Obst oder Gemüse nicht zugelassen sind. Greenpeace empfiehlt Verbrauchern deshalb, Bioware zu bevorzugen beziehungsweise Obst und Gemüse gut zu waschen und zu schälen. Für Kleinkindnahrung sollten grundsätzlich nur Bio-Produkte verwendet werden, raten die Fachleute. Im Ratgeber werden die Laborbefunde in einer Übersicht aufgelistet. Er vergleicht nicht nur Supermärkte, sondern informiert auch darüber, welche Obst- und Gemüsesorten kaum belastet sind und welche Herkunftsländer empfehlenswert sind. Die Broschüre «Essen ohne Pestizide» kann postalisch, per E-Mail oder telefonisch bestellt werden bei Greenpeace Deutschland, Große Elbstrasse 39, 22767 Hamburg, Tel.: 040/30618120, E-Mail: mail@greenpeace.de. Als PDF können Internetnutzer den Ratgeber herunterladen unter greenpeace.de.
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Download "Der kleine Unterschied" BIO : Pesizidbelastung
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Einkaufs-Ratgeber 2007: Essen OHNE Pesizide
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Hintergrund: Essen OHNE Pestizide 2007
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Karte: GEN-Mais - Anbau in Deutschland
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Check-Karter: Einkauf OHNE Pestizide
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Die GEN-Kartoffel von BASF: mögliche Zulassung in der Europäischen Union für genmanipulierte Kartoffel "Amflora"

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Blutdruck: Innere Uhr bestimmt die Stressempfindlichkeit

Blutdruck: Innere Uhr bestimmt die Stressempfindlichkeit

Washington (ddp). Die innere Uhr eines Menschen steuert nicht nur den Verlauf des Blutdrucks über den Tag hinweg, sondern beeinflusst auch die Produktion von Stresshormonen wie Adrenalin. Das haben US-Forscher in Labortests mit Mäusen herausgefunden. Die Wissenschaftler um Anne Curtis von der Universität von Pennsylvania in Philadelphia können damit erklären, warum bei den meisten Menschen der Blutdruck morgens ansteigt und in den Morgenstunden auch mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle auftreten als zu anderen Tageszeiten. Die Entdeckung könnte helfen, neue Medikamente gegen Bluthochdruck zu entwickeln, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin «PNAS» (Online-Vorabveröffentlichung, DOI 10.1073/pnas0611680104). Die Wissenschaftler untersuchten für ihre Studie Mäuse, bei denen bestimmte für die innere Uhr verantwortliche Gene funktionsuntüchtig waren. Dieser auch «master clock» genannte Zeitmesser ist ein Zellhaufen in einer zentralen Zone des Gehirns und steuert zahlreiche Körperfunktionen, die einem Tagesrhythmus gehorchen, darunter auch den Blutdruck. Wie erwartet verschwand bei den genveränderten Mäusen der von der Tageszeit abhängige Verlauf des Blutdrucks. Doch gleichzeitig beobachteten die Wissenschaftler auch, dass die Tiere auf Stress anders reagierten: Wurden die Mäuse Stressreizen ausgesetzt, kam es weder zu einer Erhöhung des Blutdrucks noch zu einem Anstieg der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Bezüglich anderer Hormone waren die Reaktionen der Tiere auf Stress jedoch normal. Versuchstiere ohne veränderte Gene hatten in den Experimenten hingegen auf Stressreize mit höheren Blutdruck und einem Anstieg der Hormonspiegel reagiert. Diese Reaktion fiel am Morgen eines typischen Tagesrhythmus deutlich stärker aus als zu anderen Tageszeiten, hatten die Forscher herausgefunden. Die Wissenschaftler glauben daher, mit der Entdeckung des Zusammenhangs von innerer Uhr, Blutdruck und der hormonellen Reaktion auf Stress einen neuen Ansatz für die Entwicklung hochwirksamer Medikamente gegen Bluthochdruck gefunden zu haben. Durch ein gezieltes Zurückstellen der inneren Uhr bei Bluthochdruckpatienten könnte nicht nur der gefährliche Anstieg des Blutdrucks am Morgen verhindert, sondern auch die Anfälligkeit der Patienten auf Stressreize reduziert werden.
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Dienstag, 23. Januar 2007

Innere Uhr: Synchron zur natürlichen Tageslänge

Cambridge (ddp). Die Tageslänge beeinflusst die innere Uhr eines Menschen stärker als die Uhrzeit seiner Zeitzone, obwohl diese im Allgemeinen den Tagesablauf prägt. Das hat der Chronobiologe Till Rönneberg von der Ludwig-Maximilians-Universität in München zusammen mit Kollegen aus Indien und den Niederlanden gezeigt, indem er die Daten von mehr als 21 000 Freiwilligen aus verschiedenen Gegenden Deutschlands auswertete.

Vor allem in eher ländlichen Gebieten und Kleinstädten laufen die inneren Uhren der Bewohner demnach synchron mit den natürlichen Licht- und Dunkelzyklen und nicht mit der teilweise abweichenden offiziellen Uhrzeit.

In Großstädten nehme der Einfluss der Tageslänge dagegen ab, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift «Current Biology» (Bd. 17, S. R44). Für ihre Studie nutzten die Wissenschaftler aus, dass es zwischen der offiziellen Uhrzeit und der - wie sie es formulieren - lokalen Sonnenzeit zum Teil deutliche Diskrepanzen gibt.

So liegt etwa in Paris die offizielle Mitternacht eine Stunde vor der eigentlichen Mitte der Nacht, also dem Zeitpunkt, an dem die Hälfte der dunklen Periode verstrichen ist. Im spanischen Santiago de Compostela beträgt die Differenz sogar eineinhalb Stunden.

Wäre also die Uhrzeit die Komponente, auf die sich die innere Uhr einstellt, dürften sich die Unterschiede der Tageslänge zwischen östlicher und westlicher gelegenen Regionen nicht im Schlaf- und Wachverhalten der Menschen widerspiegeln, lautete der Ausgangspunkt der Forscher.

Ist die innere Uhr dagegen mit dem Licht- und Dunkelzyklus synchronisiert, müsste sich eine Differenz zeigen.


Tatsächlich fanden die Wissenschaftler bei der Auswertung ihrer Daten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem persönlichen Tagesrhythmus der Menschen und ihrem Wohnort: Obwohl alle in der gleichen Zeitzone lebten, schliefen die Menschen im Osten Deutschlands, wo die Sonne früher aufgeht, an freien Tagen im Schnitt weniger lang als die im Westen.

Besonders ausgeprägt war dieser Effekt für die Probanden, die in kleinen Städten mit weniger als 300 000 Einwohnern lebten. Je größer dagegen die Städte waren, desto geringer waren die Unterschiede zwischen östlicheren und westlicheren Regionen, schreiben die Forscher. «Wir haben absichtlich ausschließlich deutsche Teilnehmer ausgewählt, um mögliche störende Einflüsse kultureller Unterschiede zu vermeiden», sagt Rönneberg. Die Ergebnisse zeigen seiner Ansicht nach eindeutig, dass der Hauptzeitgeber für die innere Uhr das natürliche Licht und nicht die klassische Zeiteinteilung moderner Gesellschaften ist.

Dazu passe auch der abnehmende Effekt in den Großstädten: Dort sind die Menschen den Licht- und Dunkelzyklen weniger intensiv ausgesetzt, und ihre inneren Uhren reagieren daher auf andere, dominantere Signale.

Die Studie stütze die bereits frühere geäußerte Forderung, bei Schul- und Arbeitszeiten sowie in medizinischen Fragen den persönlichen Tagesrhythmus stärker zu berücksichtigen als die offizielle Tageszeit, schreiben die Wissenschaftler.

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Aromatische Vitaminbombe

Gemüsefenchel: Aromatische Vitaminbombe

Gemüsefenchel ist nicht nur ein aromatischer Genuss, sondern aus gesundheitlicher Sicht geradezu ein Multitalent. Im dem Gemüse, das auch jetzt im Winter preiswert angeboten wird, steckt doppelt so viel Vitamin C wie in Orangen und reichlich Betacarotin.

Beide Inhaltstoffe spornen die Abwehr an. Fenchel erreicht ebenfalls Spitzenwerte beim Vitamin Folsäure, liefert viel Eisen für die Blutbildung, Kalzium für stabile Knochen und Magnesium zum Schutz vor Muskelkrämpfen.

Fencheltee mit seinen schleim- und krampflösenden Eigenschaften wird übrigens nicht aus den Knollen des Gemüsefenchel hergestellt. Er stammt von den Früchten einer anderen Art, dem Bitterfenchel.

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Sonntag, 21. Januar 2007

Herzrhythmusstörungen - harmlos oder gefährlich?

Broschüre:
Herzrhythmusstörungen - harmlos oder gefährlich?


Frankfurt/Main (ddp). Bei fast jedem Menschen gerät das Herz irgendwann einmal aus dem Takt. Meist passiert das völlig unbemerkt, denn Herzrhythmusstörungen können harmlos sein. Doch der Übergang zwischen normal und krankhaft ist fließend.

Um seinen persönlichen Herzschlag besser einschätzen zu können hat die Deutsche Herzstiftung jetzt die Broschüre «Herzrhythmusstörungen heute» herausgegeben. Auf 100 Seiten erläutern Ärzte und Forscher, wie das Herz schlagen sollte und wann welche Therapien sinnvoll sind. Entgegen weit verbreiteter Meinungen seien Herzrhythmusstörungen nur selten Vorläufer oder Warnzeichen eines drohenden plötzlichen Herztodes, heißt es in der Broschüre. Vielmehr deute ein aus dem Takt geratener Herzschlag eher auf Folgen von Herzkrankheiten oder anderen schädlichen Einflüssen, wie Rauchen, Alkohol, Koffein, Schlafmangel, Kalium- oder Magnesiummangel hin.

Die Broschüre verdeutlicht zudem, was ein normaler Herzrhythmus ist und wann ein Schrittmacher vonnöten ist. Außerdem erläutern die Experten ausführlich, wie das so genannte Vorhofflimmern entsteht - die häufigste Ursache für einen unregelmäßigen Herzschlag.

Die Broschüre ist gegen Einsendung von 3 Euro in Briefmarken erhältlich bei der Deutschen Herzstiftung, Vogtstraße 50, 60322 Frankfurt am Main.

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Gefühl der Kontrolle verringert Schmerzempfinden

Kontrolle: Gefühl verringert Schmerzempfinden

Washington (ddp). Ein Gefühl der Kontrolle kann Schmerzen lindern: Wer glaubt, Schmerzen beeinflussen zu können, empfindet sie weniger intensiv, als wenn er dieses Gefühl der Kontrolle nicht hat. Das haben britische Wissenschaftler bei einer Studie mit zwölf Freiwilligen gezeigt. Verantwortlich dafür ist eine Hirnregion hinter der Stirn, die bei kontrollierbaren Schmerzen ein Gefühl der Sicherheit vermittelt.

Sind die Schmerzen hingegen nicht kontrollierbar, reagiert dieses Areal nur schwach und die Schmerzintensität steigt. Das gilt besonders für Menschen, die ihr Leben ansonsten strikt unter Kontrolle halten: Sie leiden besonders stark unter chronischen Schmerzen, die sich ihrer Kontrolle entziehen.

Über ihre Studie berichten Katja Wiech von der Universität Oxford und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift «Journal of Neuroscience» (Ausgabe vom 1. November 06). Für ihre Studie schlossen die Forscher die Handrücken ihrer Probanden an kleine Elektroden an, mit denen sie ihnen leichte, aber schmerzhafte Elektroschocks versetzten. Im ersten Teil des Tests konnten die Teilnehmer selbst bestimmen, wann sie den Strom ausschalteten und damit die Schmerzen stoppten. Im zweiten Teil erfolgte diese Kontrolle dagegen von außen: Die Wissenschaftler teilten den Probanden mit, ein Computer oder ein Forscher würde Intensität und Dauer der Schmerzen bestimmen. Während beider Studienphasen überwachten die Wissenschaftler die Hirnaktivität der Testteilnehmer mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie, einem Verfahren, das den Blutfluss im Gehirn sichtbar machen kann.

Wenn die Probanden die Schmerzen selbst kontrollieren konnten, wurde ein Teil des präfrontalen Cortex aktiv, der schon früher mit dem erfolgreichen Bewältigen von Angstgefühlen in Verbindung gebracht worden war, zeigte die Auswertung.

Hatten sie dagegen keine Kontrolle über die Schmerzen, war dieses Hirnareal kaum aktiv. Dabei galt: Je schwächer die Aktivität, desto stärker empfanden die Testteilnehmer die Schmerzen.

Interessanterweise spielte die grundlegende Lebenseinstellung der Probanden eine wesentliche Rolle für die Aktivierung dieses Regulierungsareals, entdeckten die Forscher:

Bei denjenigen, die ihr Leben eher nach dem Motto «was kommen soll, kommt» lebten, war der Gehirnbereich auch bei den unkontrollierbaren Schmerzen aktiver als bei denjenigen, die alles in ihrem Leben kontrollierten.

Das zeige, dass es manchmal besser sei, Unvermeidliches zu akzeptieren als ständig dagegen anzukämpfen, schreiben die Forscher.

«Viele Schmerzpatienten sagen, das Schlimmste seien nicht die Schmerzen, sondern dass sie nichts dagegen tun können», erläutert Wiech.

Genau dieses Kontrollbedürfnis mache die Schmerzen jedoch schlimmer, habe nun die Studie gezeigt. Die Forscher suchen jetzt nach Möglichkeiten, das zuständige Areal im Gehirn künstlich zu stimulieren und hoffen, damit das Schmerzempfinden vermindern zu können.

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Keine Erholung nötig: James Last war nie im Urlaub

Keine Erholung nötig: James Last war nie im Urlaub

Der Musiker James Last braucht keine Erholung von der Arbeit. «Mir ist es bis heute nicht gelungen, mal Urlaub zu machen», sagte der 77-Jährige der «Hamburger Morgenpost» «Andere gehen zur Kur, ich gehe auf Tour.»

Von Abschied sei nie die Rede gewesen, betonte der gebürtige Bremer. «Ich habe denen schon vor 20 Jahren versprochen, dass ich mein allerletztes Konzert in der Royal Albert Hall spielen werde», sagte Last.

Mit seinem Kampf gegen den Hautkrebs hat sich der Musiker arrangiert.
«Natürlich kriegt man zuerst einen Schreck», sagte er. «Aber mittlerweile ist das ein ganz normaler Vorgang. Ich gehe alle sechs Monate zum Hautarzt und lasse die Dinger entfernen, die wegmüssen.» Dem Bericht zufolge war bei Last erstmals in den 80er Jahren Hautkrebs diagnostiziert worden. 2005 sei die Krankheit noch einmal ausgebrochen.

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Gesunder Bestandteil der roten Weintraubenschale!

Rotwein trinken: Dick, aber gesund ?

Ein kleines Molekül aus dem Rotwein hält fette Mäuse so gesund wie schlanke. Eine Forschergruppe um Joseph Baur von der Harvard-Universität fand heraus, dass der Wirkstoff Resveratrol bei Mäusen negative Auswirkungen von Übergewicht und fettreicher Ernährungsweise bremsen kann. So lebten im Versuch übergewichtige Mäuse, die Resveratrol bekamen, länger als ihre ebenfalls übergewichtigen Artgenossen.

Resveratrol wirke damit ähnlich lebensverlängernd wie eine Niedrig-Kalorien-Diät, schreiben die Forscher. Diesen positiven Effekt durch Konsum von Rotwein zu erreichen, ist allerdings nicht praktikabel: Ein Glas Rotwein enthält nur rund 0,3 Prozent der Dosis Resveratrol, die den Mäusen gegeben wurde.

Ihre Studienergebnisse veröffentlichen die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift «Nature» (Online-Veröffentlichung, DOI: 10.1038./nature05354). Für ihre Versuche teilten die amerikanischen Forscher Mäuse in drei Gruppen ein: Eine bekam normale Nahrung, die zweite eine fettreiche Nahrung und die dritte zur fettreichen Nahrung zusätzlich Resveratrol. Die Gruppe mit der fettreichen Nahrung ohne Zusatz zeigte nach einiger Zeit Anzeichen von Fettleibigkeit wie bei Menschen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Vergrößerung der Leber, Anfälligkeit für Diabetes, kürzere Lebenszeit, schnellere Alterung.

Die Resveratrol-Mäuse waren zwar genauso dickleibig wie die Mäuse, die zu ihrer fettreichen Diät kein Resveratrol bekamen, bei ihnen setzten jedoch die degenerierenden Prozesse nicht ein und sie starben nicht vorzeitig. Motorisch waren sie genauso agil wie die schlank gehaltenen Mäuse.

Forschern war schon länger bekannt, dass eine Niedrig-Kalorien-Diät lebensverlängernd wirken und die gesundheitlichen Folgen der Fettleibigkeit stoppen kann. Verantwortlich dafür machen sie die Aktivität eines bestimmten Enzyms. Bei Test an Fruchtfliegen, die dieses Enzym nicht hatten, schützten weder eine Diät noch die Gabe von Resveratrol vor einem frühzeitigen Tod. Die Forscher gehen also davon aus, dass Resveratrol wie eine Diät das Enzym aktivieren kann und so die negativen Prozesse, die zum frühzeitigen Tod führen, stoppen kann.

Einer möglichen Anwendung beim Menschen ginge jedoch noch viel Arbeit vorausgehen, um die Wirkungsweise des kleinen Moleküls besser zu verstehen. Resveratrol ist ein wichtiger Bestandteil der Traubenschale und wirkt dort gegen Pilze und Viren. Bekannt wurde die Substanz schon in den 90er Jahren wegen ihrer positiven Wirkung auf Herz und Alterung.


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Mehr Röntgengeräte: Strahlenbelastung in der Medizin steigt

Mehr Röntgengeräte: Strahlenbelastung in der Medizin steigt

In der Medizin hat sich in einigen Bereichen die Strahlungsbelastung über die Jahre hinweg erhöht. Das geht aus einer Unterrichtung der Bundesregierung zur Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2005 hervor.

Demnach resultiert der größte Anteil an der von Menschen hervorgerufenen Strahlen aus der Anwendung radioaktiver Stoffe und ionisierender Strahlung in der Medizin. Ihr Einfluss sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, hieß es.

So habe etwa die Zahl der Computertomografien von 2002 auf 2003 um drei Prozent zugenommen. Auch die «mittlere und effektive Dosis» an Röntgenstrahlung steige seit 1996 stetig.

Neben der Medizin wird eine erhöhte Strahlenbelastung zum Beispiel an Arbeitsplätzen im Flugverkehr, in der Industrie und in kerntechnischen Anlagen registriert. Immer weniger Personen seien dabei «einer besonders hohen Strahlung ausgesetzt». Die Zahl der betroffenen Personen nehme kontinuierlich ab.

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Samstag, 20. Januar 2007

Forschung? G´sunde Skepsis ist mehr als angebracht...


Forschung: Skepsis mitunter angebracht


Forschung: Skepsis mitunter angebrachtNicht überall wo Wissenschaft draufsteht, steckt auch Verlässlichkeit drin, zeigen US-amerikanische Forscher anhand einer Meta-Analyse zu Getränke-Studien.

Dass der Standort den Standpunkt bestimmt, ist ein geflügeltes Wort, das kritische Zeitgenossen gerne auf den Lippen haben. Eine aktuelle US-Untersuchung bestätigt nun, dass dieser Spruch durchaus seine Berechtigung hat: Bei vielen wissenschaftlichen Studien beeinflusse die Art der Finanzierung das Forschungsergebnis mehr oder weniger deutlich, so Autor David Ludwig. Der an der Universität Harvard und am Children’s Hospital in Boston tätige Wissenschafter empfiehlt den Konsumenten, nicht alles für bare Münze zu nehmen, was den Stempel "Wissenschaft" trägt.

Das Team um Ludwig konnte belegen, dass in Studien zur Wirkungsweise von bestimmten Getränken diese häufiger positiv abschnitten, wenn die Industrie die Untersuchung finanziert hatte. Staatlich finanzierte oder von unabhängigen Gruppen in Auftrag gegebene Studien kamen nachweislich weniger oft zu solch positiven Ergebnissen. Damit unterstreiche die aktuelle Untersuchung auch frühere Studien, die nahe gelegt hätten, dass Medikamente besonders gut abschneiden, wenn die entsprechenden Tests von der produzierenden Firma selbst finanziert werden.

Getränke-Industrie im Fokus

"Wir greifen nicht einen einzelnen Industriezweig oder ein einzelnes Produkt heraus", beschreibt Ludwig, der gemeinsam mit seinen Kollegen 111 Untersuchungen aus den Jahren 1999 bis 2003 analysierte, die zu Softdrinks, Fruchtsäften und Milch durchgeführt worden waren. Aus mehreren Gründen habe man gerade Studien zu Getränken herangezogen, so Ludwig: Einerseits werde deren Stellenwert in der Ernährung sehr kontroversiell diskutiert, andererseits sei dieser Wirtschaftszweig ein sehr finanzkräftiger, der große Summen in die Produktforschung stecke.

Die Untersuchung ergab, dass von der Industrie finanzierte Studien vier- bis achtmal häufiger ein für die produzierenden Firmen günstiges Ergebnis brachten als von unabhängigen Organisationen finanzierte Projekte. Von den 22 eindeutig von Firmen bezahlten Untersuchungen kamen lediglich drei zu einem Ergebnis, das die jeweiligen Getränke in einem unvorteilhaften Licht erscheinen ließ. Zum Vergleich: Von den unabhängigen Untersuchungen kamen 38 Prozent zu einem negativen Ergebnis.

"Forscher nicht verantwortlich"

Das US-amerikanische Team sieht Anlass zur Befürchtung, "dass Teile der Nahrungsmittelindustrie die wissenschaftliche Forschung im Bereich von Ernährung und Gesundheit unterwandern". Üblich sei heute auch, dass Studien, in denen Produkte nicht optimal abschneiden, zurückgehalten werden. Die Forschungsfragen würden außerdem oft so gestellt, dass unweigerlich die erwünschten Aussagen generiert werden. "Ich mache aber nicht die Forscher für dieses Problem verantwortlich", betont Ludwig.

Vielmehr liege das Problem darin, dass der Staat nicht genug Geld für wissenschaftliche Forschung im Bereich der Ernährung aufwende. "Dem Geld der Industrie können viele nicht widerstehen", so der Forscher. "Stellen Sie sich vor: Sie stehen als Wissenschafter vor der Entscheidung, Geld aus der Wirtschaft anzunehmen oder Ihr Institut schließen zu müssen."

Die Studie von Ludwig und seinen Kollegen wurde übrigens von der unabhängigen Charles H. Hood Foundation für Kindergesundheit finanziert. Die US-Getränkeindustrie hat die geäußerte Kritik aufgrund von "Vorurteilen" der Autoren bereits zurückgewiesen.


Quellen: Ludwig DS et al: Relationship between Funding Source and Conclusion among Nutrition-Related Scientific Articles. In: PLoS medicine (Online-Vorabveröffentlichung) Jänner 2007; Reuters Health

zur Kurzdarstellung der Studie (englisch)

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Temperatur kündigt Geschwüre an

Diabetischer Fuß: Temperatur kündigt Geschwüre an


Mittels regelmäßiger Temperaturmessung lässt sich offenbar die Entstehung von Geschwüren an den Füßen von Diabetikern vermeiden.
Das hat ein Ärzteteam aus Texas und Chicago herausgefunden. Wer täglich mithilfe eines Infrarot-Gerätes die Grade im Fußgewebe bestimme, könne die Gefahr von Geschwüren besser hintanhalten, schreiben die Mediziner im Fachmagazin "Diabetes Care". Denn erhöhte Temperatur im Gewebe sei ein Anzeichen für Entzündungen, wie Mitautor Lawrence Lavery vom Texas A&M University Health Science Center erklärt.

Mithilfe des Thermometers ließe sich eine mögliche Entzündung daher schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt ausmachen. Im Test mit 173 Diabetikern zwischen 18 und 80 Jahren erwies sich die Temperaturmessung als gute Methode zur Früherkennung entzündlicher Reaktionen im Gewebe. Eine Gruppe der Probanden hatte während der Studie die Standard-Therapie erhalten – bestehend aus Fuß-Untersuchungen im Abstand von zwei Monaten, Schuheinlagen und einem Informationsprogramm.

Die zweite Gruppe maß zusätzlich zu dieser Therapie täglich die Temperatur des Fußgewebes. Während aus der ersten Gruppe innerhalb des Untersuchungs-Zeitraums insgesamt 30 Prozent der Freiwilligen ein neues Geschwür am Fuß entwickelten, belief sich dieser Wert in Gruppe zwei auf 8,5 Prozent. Die Probanden aus der zweiten Gruppe wurden früher gegen ein sich anbahnendes Geschwür aktiv, erklären die Forscher dieses Ergebnis.

Reuters Health; Diabetes Care
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Skin to Skin: Partner tut der Haut gut

Skin to Skin: Partner tut der Haut gut


Wer sich vornimmt, seine Haut vorsorglichen Betrachtungen zu unterziehen, um ein mögliches Melanom bereits in einem frühen Stadium zu entdecken, tut gut daran, Partner oder Partnerin in diesen Plan einzubeziehen. Eine US-Studie zeigt nämlich, dass Männer und Frauen, die ihr größtes Organ aufgrund eines erhöhten Melanom-Risikos regelmäßig untersuchen sollten, dies konsequenter tun, wenn der Partner sie dabei unterstützt.

Das schreiben die Wissenschafter um June Robinson von der Northwestern University Feinberg School of Medicine in Chicago im Fachmagazin "Archives of Dermatology". Die Forscher führen dies darauf zurück, dass sich Pärchen bei der Durchführung der Hautuntersuchungen gegenseitig behilflich sind und sich gegenseitig ermutigen, diese in regelmäßigen Abständen durchzuführen. Die gemeinsame Schulung beider Partner in Sachen Selbstuntersuchung zeige in Summe bessere Erfolge als die Schulung von Einzelpersonen.

Mehr Bewusstsein, mehr Kontrolle


Robinson und Kollegen hatten 130 Probanden nach dem Zufallsprinzip entweder in eine gemeinsame oder in eine Einzelschulung geschickt, in deren Rahmen ihnen die Vorsorgemaßnahme nähergebracht wurde. Beide Einheiten dauerten jeweils zehn Minuten. Vier Monate nach dem Versuch zeigte sich, dass die mit ihrem Partner eingeschulten Studien-Teilnehmer die Untersuchung der Haut konsequenter durchführten als die einzeln unterrichteten Probanden.

So verzichteten von erstgenannter Gruppe nur 23 von 65 Personen gänzlich auf die Untersuchungen,
in Gruppe zwei waren es dagegen 45 Personen. Zudem führten im Team geschulte Probanden die Untersuchung der Haut öfter durch. Auch wurde die Wichtigkeit der regelmäßigen Checks von diesen Probanden höher eingeschätzt. Die aktuelle Studie zeige, "welch wichtige Rolle der Partner bei der Gesundheitsvorsorge" spielen kann, bilanzieren die Forscher.

Übrigens: Wer dem Vorschlag der US-Forscher in Ermangelung eines Partners nicht Folge leisten kann, hat hierzulande die Möglichkeit, sich von der Krebshilfe via E-Mail oder SMS an fällige Vorsorge-Untersuchungen erinnern zu lassen.

Reuters Health; Archives of Dermatology

IMMER DICKER --- WARUM ?

Immer dicker - warum?

Die Epidemie

14 Mio. Kinder in Europa sind übergewichtig, 3 Mio. davon sind fettleibig. Damit ist eines von vier Kindern in der EU betroffen. »Die Epidemie beschleunigt sich unaufhaltsam. Die Dinge sind schlimmer als unsere schlimmsten Vorhersagen«, sagte Philip James, Chairman des beauftragten Forschungs-Institutes IOTF.


Die Gründe

Einerseits bewegen sich Menschen immer weniger und verrichten Tätigkeiten vermehrt im Sitzen. Andererseits ist das Angebot an Nahrung immer größer und es werden noch immer ungesunde Lebensmittel als gesunde propagiert, insbersondere Fleisch, Fertiggerichte und Fast-Food.

Immer jüngere Kinde
r erkranken aufgrund ihres Übergewichtes an Diabetes, spätere Erkrankungen sind vorprogrammiert. Angesichts über 800 Mio. unterernährter Menschen auf der Erde ist es nahezu paradox, mit welchen Problemen sich westliche Länder herumplagen.

Aber die Zahl der weltweit eine Milliarde Übergewichtigen spricht eine andere, deutliche Sprache.


Die Folgen

71 Milliarden Euro sind die jährlichen Folgekosten für die Behandlung ernährungsbedingter Krankheiten. Das bedrückende Ergebnis einer britischen Studie: »Die junge Generation wird die erste sein, die vor ihren Eltern stirbt.« In den USA sollen zudem die ernährungsbedingten Erkrankungen im nächsten Jahr die Raucherleiden in der Liste der Todesursachen ablösen.


Die Lösung


Dass Übergewicht originär mit ungesundem und/oder übermäßigem Essen und mangelnder Bewegung zusammenhängt ist seit langem klar. Laut dem Meinungs-Forschungs-Institut Dialogo glaubt die Mehrheit der deutschen Bevölkerung (70%), dass die Süßwarenindustrie eine Mitschuld am Übergewicht vieler deutscher Kinder trägt.

Nur.... das Wissen allein scheint nicht zu genügen. Wir sind ALLE aufgefordert, einen neuen Lebensstil zu entwickeln.


Die Erfahrung

Fragt man erfahrene Mütter und Ärzte, so sollte als Ausweg eigentlich der gesunde Menschenverstand dienen: mehr körperliche Aktivitäten, Sport, Freizeit in der Natur, weniger Fast Food, viel frisches Obst und Gemüse, Vollwert-Getreide und weniger Essens-Verbote (weil die bei Kindern meist das Gegenteil bewirken).

Die Sucht nach dem ständigen Mehr sei auch ein versteckter Mangel, bei dem die Körper-Zellen quasi rufen

»Wir haben noch nichts Richtiges gekriegt«. Es fehlt also an Vitalstoffen aus natürlicher Nahrung. Mit diesem natürlichen Lebensstil würde sich dann auch vieles vom Kinder-Speck bei den nächsten Wachstums-Schüben automatisch wieder "rauswachsen", wodurch dann auch Selbstbewusstsein und Lebensfreude wieder zu ihrem Recht kommen.

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Fleischkonsum Steigert Darmkrebsrisiko

Fleischkonsum Steigert Darmkrebsrisiko

Fleischesser sind eher gefährdet, an Darmkrebs zu erkranken, als jene, die wenig oder gar kein Fleisch zu sich nehmen.


Den Beweis liefern die jüngsten Studien der EPIC: Studienteilnehmer, die viel »rotes Fleisch« (Schweine-, Rind-, Kalb- oder Lammfleisch) oder Fleischprodukte aßen, erkrankten häufiger an Darmkrebs als Menschen, die nur wenig davon verzehrten.

Nach Schätzungen der Experten steigt das Darmkrebsrisiko pro 100g täglich verzehrtem »roten Fleisch« um 49%. Wer 100g Wurst täglich zu sich nimmt, steigert diese Rate sogar um 70%.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum, Pressemitteilung

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Dick und KRANK durch MANGEL-ERNÄHRUNG

Mangel-Ernährung begünstigt Krebs & Zell-Alterung

Sie wollen sich und Ihre Familie gesund ernähren? Sehr gut! Glauben Sie aber bloß nicht, das sei so einfach! Die Regale der Märkte biegen sich unter der Vielfalt von gesunden Vollkornprodukten, Obst und frischem Gemüse. Dennoch schlagen die Ernährungsexperten seit Jahren Alarm.

Sie weisen uns nach, dass wir einerseits immer dicker werden, viele von uns aber gleichzeitig an einem bedenklichen Mangel an Vitaminen, Spurenelementen und Ballaststoffen leiden – ein Mangel, der eine vorzeitige Zellalterung und die Entstehung von Krebs begünstigt.


Schlechte Qualität ist »praktisch und preiswert«

Ich denke, wir alle – auch die Ärzte – haben viel zu lange ignoriert, welche Bedeutung die Ernährung für unsere Gesundheit hat. Wir haben zugelassen, dass das Wissen um normale, gesunde Essgewohnheiten verdrängt wurde von fragwürdigen Werten wie „Bequemlichkeit„ „Verbraucherfreundlichkeit„ und wie die Schlagworte alle heißen, mit denen die Werbestrategen der Lebensmittelindustrie unseren Verstand vernebeln.

Und so stellen wir unsere Mahlzeiten meist nicht mehr aus frischen Zutaten zusammen, sondern sind mehr und mehr dazu übergegangen, Fertigprodukte als wohlschmeckend, praktisch und preiswert zu akzeptieren.

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Ein guter Bäcker braucht keine Chemikalien

"Je besser der Bäcker, ...

... desto weniger Zusatzstoffe braucht er." Der STERN zitierte einen erfolgreichen Bäckermeister, "dass Sauerteig das beste Backmittel ist und dass kein noch so narrensicheres Industriepulver das Brot so wohlschmeckend und haltbar macht wie er". Doch wer backt heute noch dieses besondere Brot?


Kaum noch ein Bäcker backt richtig

Laut Udo Pollmer, Deutschlands bekanntestem Ernährungswissenschaftler, kann heute "kaum noch ein Bäcker richtig backen". Der Bäckermeister wörtlich: "Mein ganzes Leben war ich nur ein Tütenbäcker gewesen. Ich konnte nur Fertigmischungen in die Rührmaschine kippen."


Was steckt in den Fertigmischungen?

Und was steckt in diesen Fertigmischungen? Hierzu die Liste der wichtigsten Zusatzstoffe ("Chemie-Helferlein") im Brot:

"12 Konservierungsstoffe,
8 Farbstoffe,
8 Verdickungsmittel,
jeweils 6 Säureregulatoren,
Schmelzsalze,
Stabilisatoren und
Antioxidationsmittel,
5 Säuerungsmittel,
4 Emulgatoren,
jeweils 3 Backtriebmittel,
Geliermittel,
Geschmacksverstärker und
Süßstoffe,
modifizierte Stärke,
Nitritpökelsalz,
Rauch und Sorbit –

insgesamt 77 teilweise recht unappetitliche Chemikalien."


Ein guter Bäcker braucht keine Chemikalien

Aber für ein Brot braucht ein guter Bäcker nur Mehl, Wasser, Salz, Zeit und handwerkliches Können.
Chemikalien braucht er nicht. So gibt es auch beim Sauerteig große Unterschiede: Wenn es heißt, das Brot sei "mit Sauerteig" gemacht, sagt das nichts darüber aus, welche Art Sauerteig verwendet wurde. Oft wird einfach ein chemischer Kunst-Sauer zugefügt. Fragen Sie daher nach 3-Stufen-Natursauerteig!


Der 3-Stufen-Natursauerteig

"Das dreistufige Natursauerteig-Brot wird gebacken, wie noch vor über 100 Jahren. In 20-stündiger traditioneller Gärung entfaltet der 3-Stufen-Natursauerteig seine unerreichte Güte - und das schmeckt man! Seine Enzyme lassen den Teig reifen und schließen Kohlenhydrate und Eiweiße für die Gärungsvorgänge im Sauerteig bestens auf. Unter anderem entstehen dabei auch Aromastoffe. Das Ergebnis: Ein Brot, das 'schmeckt wie früher'."

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"Viele Frauen klagen über Nacken- und Kopfschmerz"

Handtaschen: Nacken & Rücken haben schwer zu tragen


Manch modisches Accessoire bringt dem Träger oder der Trägerin mehr Leid als Freud ein
, halten US-amerikanische Mediziner fest. Konkret werden schwere bauchige Handtaschen mit langen Trägern kritisiert, die bei Mode-Interessierten derzeit hoch im Kurs stehen. Taschen würden an Größe und Gewicht immer mehr zunehmen und so zur veritablen Belastungsprobe für Nacken, Schultern und Rücken geraten, lautet die Warnung. Das Herumtragen von Laptops, Sporttaschen und dergleichen mehr im Alltag verstärke diese Entwicklung.

"Viele Frauen klagen über Nacken- und Kopfschmerz",
berichtet Jane Sadler vom Baylor Medical Center im texanischen Garland. "Kein Wunder: Ihre Taschen wiegen im Schnitt 3 bis 4,5 Kilogramm." Bleibe der Taschenkult in seiner derzeitigen Form bestehen, werde es in Zukunft immer mehr Frauen mit diesen Beschwerden geben. Ihr Kollege William Case warnt davor, dass sich der durch die einseitige Belastung verursachte Schmerz im Schulter- und Nackenbereich ausbreiten und schließlich bei der Arbeit oder beim Sport zur permanenten Qual werden könne.

Er fordert Designer auf, entsprechende Hinweise zur Problematik allzu schwerer Handtaschen auf solchen Produkten zu platzieren. Außerdem sei eine aufrechte Haltung beim Tragen der Taschen unverzichtbar. Frauen sollten Größe und Gewicht ihrer Begleiter zudem des Öfteren variieren. "Massage, Entspannung und entzündungshemmende Arzneien helfen dabei, die einmal zugezogenen Schmerzen zu mildern", meint William Case. Die einzig langfristig sinnvolle Maßnahme sei allerdings die Aufklärung der Konsumentinnen und Konsumenten über diese Gefahren.

Quellen: Reuters Health; baylorhealth.com
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Entlassung macht Kollegen krank

Arbeitswelt: Entlassung macht Kollegen krank


Was in der Management-Sprache "Downsizing" genannt wird, beschreibt in der Realität oft nichts anderes als Freistellungen und Entlassungen zu Einsparungszwecken. Dass so manche schlanke Firmenstruktur auf Kosten persönlicher Schicksale geht, ist nichts Neues.

Weniger bekannt ist hingegen, dass oft auch die im Betrieb verbleibenden und von Freistellungen nicht betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Entlassungen leiden. Das dem mitunter so ist, lässt sich jedenfalls den nachfolgenden Medikamenten-Verschreibungen entnehmen, meinen finnische Forscher.

Die Wissenschafter analysierten die Daten von mehr als 26.500 Gemeindebediensteten aus den Jahren 1994 bis 2000 und legten dabei besonderes Augenmerk darauf, wie sich Freistellungen von Kollegen auf den Medikamenten-Verbrauch der im Betrieb verbliebenen Männer und Frauen auswirkten.

Es zeigte sich, dass Männer, in deren Arbeitsumfeld es innerhalb des Untersuchungszeitraums zu Entlassungen gekommen war, doppelt so häufig stimmungsaufhellende, angsthemmende und schlaffördernde Präparate bekommen hatten als Männer, in deren Abteilungen es keine Freistellungen gegeben hatte.

Frauen,
die in einer von "Downsizing" betroffenen Umgebung arbeiteten, bekamen um zwölf Prozent häufiger entsprechende Arzneien verschrieben.

Während die Männer öfter Schlafmittel einnahmen, fanden bei den Frauen Medikamente gegen Ängste besonderen Absatz.


Der erhöhte Konsum von Psychopharmaka bei Arbeitnehmern in solchen Betrieben sei "nicht nur für die Betroffenen eine große Bürde, sondern für die gesamte Gesellschaft", so die Studien-Autoren im "Journal of Epidemiology and Community Health". Ihre Bilanz: "Unsere Studie zeigt, dass Arbeitsverhältnisse verstärkt unter dem Blickwinkel der psychischen Gesundheit der Beschäftigten betrachtet werden sollten."

eurekalert.org; Journal of Epidemiology and Community Health

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Bananen >> Pestizid-Weltmeisterinnen

Nur fair gehandelte Bio-Bananen sind eine ökologisch und sozial sinnvolle Alternative

GLOBAL 2000 weist auf die Vorteile von biologisch produzierten und fair gehandelten Bananen hin. Denn konventionelle Bananen sind Spitzenreiter beim Pestizideinsatz und schädigen Menschen und Umwelt.


„Rund fünfzig Kilogramm Pestizide werden jährlich pro Hektar in konventionellen Bananenplantagen gespritzt. Damit sind konventionell erzeugte Bananen die Pestizid-Weltmeisterinnen der Lebensmittelproduktion. ...

http://marktcheck.greenpeace.at/3379.html

Hintergrund-Info BANANEN
http://marktcheck.greenpeace.at/uploads/media/hintergrBananen.pdf


Fair produzierte Bananen:

http://marktcheck.greenpeace.at/1244.html



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Österreichs beliebteste Speisefische akut gefährdet

Österreichs beliebteste Speisefische akut gefährdet


Fisch wird gefangen


Mit Karfreitag neigt sich die Fastenzeit ihrem Ende zu. Traditioneller­weise steht an diesem Tag Fisch am Speiseplan der ÖsterreicherInnen. Ob Lachs, Scholle oder Tunfisch – gerade die beliebtesten Speisefische in unserem Land sind akut gefährdet, wie der neue Fischführer von Greenpeace belegt.



Mangelndes Problembewusstsein
attestiert Green­peace Österreichs Supermärkten. „Obwohl die Situation hinlänglich bekannt ist, werden nach wie vor vom Aussterben bedrohte Fischarten angeboten“, kritisiert Greenpeace Meeres-Expertin Nina Thüllen.


Welcher Fisch darf auf den Tisch?....

http://marktcheck.greenpeace.at/3275.html
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Gesundheitsgefahr für Kinder durch Pestizide

Gesundheitsgefahr für Kinder durch Pestizide


Garantiert gesunde Trauben aus Bio-Landwirtschaft

Greenpeace warnt vor akut giftigen Pestiziden in Trauben und Salat. Bereits bei einmaligem Verzehr besteht Gesundheitsgefahr für Kinder.


In österreichischen Supermärkten erhältliches Obst und Gemüse weist gefährlich hohe Konzentrationen an akut giftigen Pestiziden auf. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Untersuchungen von Greenpeace. „Für Kinder besteht schon bei einmaligem Verzehr dieser Lebensmittel die Gefahr von unmittelbaren Gesundheitsschäden“, warnt Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster. ..

http://marktcheck.greenpeace.at/4211.html

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"Würden sie das mit Ihren Kindern auch tun, Herr Bartenstein?"

Greenpeace AktivistInnen protestieren vor dem Wirtschaftsministerium

Greenpeace-Akti­vist­Innen starten heute am Mon­tag­morgen vor dem Wirtschafts-

ministerium einen Protestmarathon gegen die Beteiligung von Wirtschaftsminister Bartenstein an den Ver­handlungen zur neuen EU-Chemikalienpolitk.


Auf einem drei mal vier Meter großen Plakat hält Bartenstein ein Kind im Arm, dem er symbolisch aus einem Reagenzglas „Gift“ einflößt. Auf dem Plakat steht: "Würden sie das mit Ihren Kindern auch tun, Herr Bartenstein?".

http://marktcheck.greenpeace.at/2431.html

Klima- und Hochwasserschutz sowie Energie- und Verkehrspolitik

Umweltorganisationen kritisieren Klima- und Hochwasserschutz sowie Energie- und Verkehrspolitik


Gletscherschmelze Hohe Tauern

Die Umwelt­organi­sa­tionen GLOBAL 2000, GREENPEACE und WWF orten in der ver­gan­ge­nen Legislaturperiode gewaltige Versäumnisse der Bundesregierung in wesentlichen Bereichen der Umweltpolitik. Vor allem beim Klimaschutz, der Energie- und der Verkehrspolitik sowie beim Hochwasserschutz hat die Regierung Schüssel längst überfällige Maß­nahmen nicht umgesetzt.

Österreich ist von seinen Klimaschutz-Zielen derzeit weiter entfernt als vor vier Jahren....

http://marktcheck.greenpeace.at/3712.html

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Klimaflüchtlinge

Steigende Anzahl von Klimaflüchtlingen

Europa sieht sich mit einem nicht abreißenden Zustrom an Klimaflüchtlingen konfrontiert. Die sich derzeit abspielenden menschlichen Tragödien vor der Küste Westafrikas und den kanarischen Inseln seien nicht zuletzt auf die drastischen Folgen des Klimawandels zurückzuführen, warnt Greenpeace. Problem der Klimaflüchtlinge nicht durch Grenzzäune lösbar.

Der Klimawandel wird nicht dort verursacht, wo er seine tödlichen Folgen zeigt: Europa ist für rund 21 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich, Afrika nur knapp über drei Prozent. Derzeit gibt es weltweit 20 Millionen sogenannter Klimaflüchtlinge, die in den nächsten 4 Jahren nach Einschätzung der UN auf rund 50 Millionen ansteigen werden.

http://marktcheck.greenpeace.at/3700.html

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GIFTIGE Laptops

Greenpeace-Untersuchung: Gift in Hewlett-Packard Laptops enthalten

Vor kurzem veröffentlichte Greenpeace ein Firmenranking zu Grüner Elektronik. Doch eine Greenpeace-Untersuchung überführt Hewlett-Packard der Unwahrheit: In Laptops des Unternehmens sind giftige Substanzen enthalten. Auch Apple Produkte enthalten zahlreiche bedenkliche Inhaltsstoffe.
mehr unter:
http://marktcheck.greenpeace.at/3772.html

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Das Wetter spielt derzeit verrückt

aus einem Newsletter:

Zu warme Temperaturen im Jänner oder orkanartige Stürme - das Wetter spielt derzeit verrückt. Als wollte es auf den ab Sonntag im ORF startenden Programmschwerpunkt einstimmen:

1. Tipp: ORF Themenschwerpunkt Klimawandel
2. Werde aktiv

1. Tipp: ORF Themenschwerpunkt Klimawandel
Greenpeace freut sich über den ORF "Themenschwerpunkt Klimawandel".
Von Sonntag an wird eine Woche lang auf allen ORF-Kanälen in TV, Teletext, Radio und Internet über den Klimawandel informiert und diskutiert, mehr unter:
http://marktcheck.greenpeace.at/4249.html

2. Werde aktiv
Was du als KonsumentIn zum Klimaschutz beitragen kannst findest du hier: http://marktcheck.greenpeace.at/3556.html

Wichtig ist, dass möglichst viele Menschen über die Ursachen und Hintergründe des Klimawandels Bescheid wissen und Tipps erhalten wie sie als KonsumentInnen mithelfen können das Klima zu schützen.

Informiere bitte deine FreundInnen und Bekannten über die
Schwerpunktwoche im ORF und über die Möglichkeiten, was wir als Einzelne/r tun können, indem du diesen Newsletter weiterschickst.

Bitte hilf' uns dabei die Menschen über den Klimawandel zu informieren und sie zu motivieren das Klima zu schützen!
Das Greenpeace-Team (Links siehe oben)
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Potenz: Aktiv in den zweiten Frühling

Potenz: Aktiv in den zweiten Frühling


Erektionsstörungen sind nicht unbedingt ein Dauerschicksal: Bei rund einem Drittel der Männer im mittleren bis reiferen Alter bessert sich eine Erektile Dysfunktion (ED) mit der Zeit von selbst, berichten US-Forscher. Das Team der New England Research Institutes in Watertown, Massachusetts, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Langzeit-Entwicklungen von Potenzproblemen nachzugehen.

Zu diesem Zweck analysierten Thomas Travison und Kollegen die Daten von 401 Männern im Alter von 40 bis 70 Jahren. Die überraschendste Beobachtung dabei war nach Angaben von Travison der durchaus beträchtliche Anteil von Fällen, in denen sich die Erektionsstörungen in ihrer Ausprägung von alleine besserten. Im Studienzeitraum von neun Jahren sei dies bei immerhin 35 Prozent der Probanden der Fall gewesen. Ein Rückgang der Probleme bedeutete jedoch nicht notwendigerweise, dass die Störungen gänzlich verschwanden.

Übergewicht stört Erektion

Bei zahlreichen Betroffenen freilich trat eine Verschlechterung der Symptome auf: Von jenen 323 Teilnehmern, die zu Beginn der Datenaufnahme Erektionsstörungen von geringer oder mittlerer Ausprägung hatten, verstärkten sich bei 33 Prozent die Probleme im Laufe der Zeit. Und unter jenen Männern, die am Anfang der Studie eine hochgradige ED aufwiesen, war dies bei 58 Prozent auch nach Ablauf der neun Jahre unverändert der Fall.

Die Wahrscheinlichkeit einer Erholung schien indes mit höherem Alter zu sinken und bei Übergewicht geringer zu sein, geben die Wissenschafter an. Rauchen und ein schlechter Allgemeinzustand standen offenbar in Zusammenhang mit einer Verschlechterung der Symptome, lässt sich dem Bericht im "Journal of Urology" entnehmen.

Der wichtigste Schluss für Travison und Kollegen:
Die Studie belege, dass ein aktiver und gesunder Lebensstil im Zuge des Alterns von grundlegender Bedeutung für die Aufrechterhaltung oder auch Verbesserung der sexuellen Gesundheit des Mannes sei. Als Anlass, den Arztbesuch auf die lange Bank zu schieben, sollte die Studie aber keinesfalls genommen werden: Experten sind sich mittlerweile einig, dass Potenzprobleme gerade bei älteren Männern auf schwerwiegendere Erkrankungen hinweisen können, die ausgeschlossen werden sollten.

Reuters Health; Journal of Urology

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Hitliste der Innovationen

Populäre Wissenschaft: Hitliste der Innovationen


Impfungen, Antibiotika, bildgebende Verfahren oder doch die Pille? Vor die Wahl gestellt, den wichtigsten medizinischen Meilenstein seit 1840 zu küren, haben sich rund 11.000 Leser des renommierten "British Medical Journal" für ein vergleichsweise wenig wissenschaftlich anmutendes Siegergespann entschieden: Trinkwasser-Versorgung und Abwasser-Entsorgung.

Das Gewinner-Duo konnte rund 15,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und verwies damit die Entwicklung der Antibiotika sowie die medikamentöse Schmerzbekämpfung auf die Plätze. Aus den zahlreichen eingehenden Vorschlägen hatten die Redakteure des Fachmagazins in Zusammenarbeit mit namhaften Wissenschaftern zuvor 15 Meilensteine ausgewählt und die Leserschaft über diese abstimmen lassen.

Verbreitungsstopp für gefährliche Erreger

"Ich bin sehr angetan, dass so viele Menschen die enorme Bedeutung dieser Entwicklungen für die Gesundheit des Menschen erkannt haben", betont der beteiligte Wissenschafter Prof. John Mackenbach vom Medizinischen Zentrum der Erasmus Universität in Rotterdam. Durch die beginnende Bereitstellung sauberen Trinkwassers und die strikte Trennung von Abwasser-Systemen konnte ausgehend von der Mitte des 19. Jahrhunderts unter anderem die Verbreitung der Cholera eingedämmt werden.

Die Versorgung mit Trinkwasser und hygienischen Kanalisations- und Sanitäreinrichtungen bleibt indes eine der größten Herausforderungen der globalen Gesundheitspolitik: Nach wie vor verfügen laut UNICEF-Angaben rund 1,1 Milliarden Menschen nicht über ausreichende Mengen sauberen Wassers. 2,4 Milliarden Menschen müssen ohne Latrinen und Abwasser-Entsorgung auskommen. Krankheiten aufgrund schlechter oder fehlender Versorgung mit solchen Einrichtungen lassen zwei Millionen Kinder jährlich an Durchfall-Erkrankungen sterben, so die UN-Organisation.
bmj.com; bbc.co.uk; unicef.de

zur Website des Journals


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Schwergewicht: Milder Winter, dicker Elch?

Schwergewicht: Milder Winter, dicker Elch?


Sorgen um bevorstehende Gewichtsprobleme von Elchen machen sich norwegische Naturforscher: Die gigantischen Wiederkäuer könnten in Hinkunft kräftig Fett ansetzen, befürchtet Erling Solberg vom norwegischen Institut für Naturforschung.

Der Grund: Der nächste Winter soll einer der mildesten aller Zeiten werden – und das bedeutet, dass den Pflanzenfressern ein üppigeres Nahrungsangebot zur Verfügung steht. "Elche fressen im Winter normalerweise Äste, die nicht sehr nahrhaft sind", erklärt Solberg in der Zeitung "Dagbladet". "Durch den fehlenden Schnee stopfen sich die Tiere aber insbesondere mit Blaubeeren voll."

Elche könnten also zulegen – und zwar sowohl an Gewicht als auch an der Zahl. "Weniger Schnee im Winter könnte eine Herde bei besserer Gesundheit halten, und dies wiederum könnte einen positiven Effekt auf ihre Fortpflanzung haben", gibt Solberg an. Mehr und dickere Elche lautet mithin das Zukunftsszenario. Massige Exemplare bringen indes schon jetzt bis zu 800 Kilogramm auf die Waage.
welt.de; dagbladet.no; red

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Spinnenangst

Spinnenangst: Wissenschaftler erforschen Hirnprozesse

Jena (ddp). Jenaer Wissenschaftler wollen mit einem Forschungsprojekt der Angst vor Spinnen auf den Grund gehen. «Wir erhoffen uns Aufschluss darüber, welche Prozesse dabei im menschlichen Gehirn ablaufen», sagte die Mitarbeiterin des Instituts für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Judith Lipka, der Nachrichtenagentur ddp.

Gemeinsam mit den Wissenschaftlern Thomas Straube und Wolfgang Miltner arbeitet sie derzeit an einem entsprechenden neurowissenschaftlichen Projekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für zwei Jahre gefördert wird. Für dieses Projekt sucht die Psychologin Frauen für die notwendigen Versuche. «Uns interessiert, was im Gehirn vor sich geht, wenn Spinnenphobikerinnen mit Bildern ihrer 'Lieblingstiere' konfrontiert werden, und zwar vor und nach einer erfolgreichen Verhaltenstherapie», erläuterte die Psychologin. Dabei sei interessant zu erfahren, ob sich die Vorgänge im Gehirn ebenso normalisieren wie die Angst vor den kleinen achtbeinigen Wesen.

Erfasst werden diese Veränderungen nach Lipkas Worten sowohl mittels Hirnstrommessung (EEG) als auch im Kernspintomographen. Die Untersuchung der Spinnenphobie an sich sei nichts Neues, auch nicht am Jenaer Institut, dafür jedoch die Fragestellung des im Frühjahr startenden Forschungsprojektes. «Im Wesentlichen geht es darum, Effekte von Psychotherapien auf der Ebene von Gehirnprozessen nachzuweisen.» Das sei ein viel versprechendes Forschungsfeld.

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Kinderspeck, der krank macht

Gefährliche Ringe: Kinderspeck, der krank macht

Baierbrunn (ots) - Im Vergleich zum Jahr 1988 haben Kinder heute im Schnitt 65 bis 70 Prozent mehr Bauchfett angesetzt, berichtet das Apothekenmagazin "Baby und Familie" unter Berufung auf eine Studie der Universität Rochester (USA). Ein gefährlicher Trend, denn die Ringe auf den Hüften erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes vom Typ 2 drastisch.


Diabetes mellitus bei Baby & Kind


Beschreibung

Diabetes (Zuckerkrankheit) ist eine sehr häufige und weit verbreitete Erkrankung. Die Zahl der Betroffenen nimmt stetig zu. Diabetes kommt in allen Altersstufe und bei allen Völkern vor. Die Zuckerkrankheit ist eine sehr ernste Stoffwechselerkrankung, die einen Diabetiker lebenslang begleitet.

Diabetes Typ 1 wird durch den Mangel am Hormon Insulin verursacht. Lange Zeit war der Diabetes Typ-1 auch unter dem Begriff "jugendlicher" Diabetes geläufig, da er in der Regel bei Kindern und Jugendlichen zum ersten Mal auftritt.

Im Gegensatz dazu bildet der Körper bei Diabetes Typ-2 noch das Hormon Insulin, der Körper reagiert aber nicht richtig darauf. Diese Form des Diabetes tritt meist bei älteren Menschen auf. Allerdings erkranken heute auch immer mehr übergewichtige Kinder und Jugendliche an Typ-2 Diabetes.

Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindesalter; sie kann in jedem Alter ausbrechen.




Ursachen


Die Ursache der Zuckerkrankheit ist ein Mangel bzw. vollständiges Fehlen von Insulin. Spezielle Zellen der Bauchspeicheldrüse (Beta-Zellen) produzieren dieses Hormon. Die Zuckerverwertung und damit Energiegewinnung des menschlichen Körpers ist vom Insulin abhängig. Ohne Insulin können die Zellen keinen Zucker aus dem Blut aufnehmen und verarbeiten. Bei Diabetikern ist die Zuckerkonzentration im Blut deutlich erhöht. Mit dem Urin wird der Zucker ausgeschieden, er ist süß - mellitus bedeutet honigsüß.

Typ-1 Diabetes zählt zu den Autoimmunerkrankungen.
Der Körper produziert selbst Antikörper, welche die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstören. Die Ursache für die Antikörperbildung ist bis heute nicht bekannt. Man vermutet, dass viele Faktoreneine Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise erbliche Faktoren, Immundefekte sowie äußere Einflüsse wie Infektionen oder Stress.


Symptome

Die Symptome eines Diabetes entwickeln sich im Lauf von einigen Tagen bis Wochen. Erste Anzeichen sind:

* Häufiger Harndrang mit großen Mengen Urin (Polyurie); nachts wachen die Kinder davon auf, teilweise nässen sie ins Bett.

* Müdigkeit, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen;

* Vermehrte Anfälligkeit für Infektionen;

* Großer Durst, das Kind trinkt mehrere Liter Flüssigkeit pro Tag (Polydipsie);

* Gewichtsverlust trotz Heißhungers;

* Nachlassen der körperlichen Leistungskraft und der Konzentrationsfähigkeit;

* Später können auch Bauchschmerzen und Azetongeruch in der Atemluft auftreten (Azeton riecht wie Nagellackentferner);

Treten einige dieser Symptome bei Ihrem Kind auf, suchen sie sofort einen Arzt auf. Bei verschleppter Diagnose besteht für das Kind die Gefahr ins Koma zu fallen.



Diagnose

Die Diagnose Diabetes wird anhand folgender Untersuchungen gestellt:

Blut- und Urinuntersuchungen: Der Arzt bestimmt den Blutzuckerspiegel, die Menge an Abbaustoffen aus dem Fettstoffwechsel (Ketone) und den Zucker im Urin.

Häufig lässt sich nach der Bestimmung des Blut- und Urinzuckers schon eine Diagnose stellen. In manchen Fällen folgen weitere Untersuchungen wie ein Nüchternblutzucker-Test.

Manchmal wird auch ein Glukosetoleranztest durchgeführt: Das Kind trinkt eine bestimmte Menge an Zuckerwasser. Zuvor und nach zwei Stunden kontrolliert der Arzt den Blutzuckerspiegel des Kindes.

Wird Diabetes diagnostiziert, muss das Kind so bald wie möglich ins Krankenhaus. Wenn nötig wird dem Kind dort über eine Infusion Flüssigkeit zugeführt und die Insulintherapie begonnen.


Therapie


Vier Bausteine

Bei der Dauertherapie des Diabetes sind vier Bausteine wichtig: Information über die Krankheit, Insulintherapie, Ernährung und sportliche Aktivität. Damit Kinder ein normales Leben führen können, muss der Diabetes konsequent behandelt und gut überwacht werden.

Information

Die Familie und das Kind müssen richtig über Diabetes informiert sein und lernen, mit der Krankheit umzugehen. Was kann das kranke Kind tun? Wo sind seine Grenzen? Kontakte zu anderen betroffenen Kindern oder Diabetiker-Aktivitäten helfen, die Probleme in den Griff zu bekommen und die Angst zu nehmen. Bereits im Krankenhaus erfolgt meist eine ausführliche Schulung von Eltern und Kind.

Insulintherapie

Injiziertes Insulin senkt den Blutzuckerspiegel. Die Dosis muss zuvor genau bestimmt werden. Kinder sollten so schnell wie möglich lernen, das Insulin selbst unter der Aufsicht der Eltern zu spritzen. Meist dauert es mehrere Wochen, bis sich die tägliche Routine eingespielt hat. Durch große körperliche Anstrengung, zu hohe Insulindosen oder nicht ausreichende Mahlzeiten kann es aber auch zu einem Mangel an Blutzucker (Hypoglykämie) kommen. In schweren Fällen werden die Kinder bewusstlos und fallen ins Koma.

Die täglichen Insulininjektionen sind für das Kind lebenswichtig. Die Injektion wird unter die Haut (subkutan) des Oberschenkels, des Bauchs oder an anderen Stellen, an denen Unterhautfettgewebe vorhanden ist, gespritzt. Die Behandlung erfolgt mit einem lang- und einem schnellwirkenden Insulin, das morgens und abends gespritzt wird. Bei noch sehr jungen Kindern kann eine Zeit lang die morgendliche Dosis genügen.

Nach einigen Jahren wird die Behandlung mit schnellwirkendem Insulin vor jeder Hauptmahlzeit und langwirkendem Insulin für die Nacht fortgesetzt. Das Insulin wird mit Spritzen oder mit Insulinstiften (Pens) verabreicht. Sie sind auch in farbigen, kinderfreundlichen Ausgaben erhältlich. Inzwischen gibt es auch für Kinder Insulinpumpen, die kontinuierlich Insulin unter die Haut spritzen und so ideale Blutzuckereinstellungen ermöglichen.

Ernährung

Arzt und Diätberater stimmen die Ernährung genau auf das Kind ab. Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, die besonders reich an Ballaststoffen und langsam verdaulichen Kohlenhydraten stehen im Vordergrund. Dazu gehören beispielsweise Brot oder Nahrungsmitteln, die besonders arm an tierischen Fetten sind. Die Nahrung sollte nur geringe Mengen an direkt verwertbarem Zucker enthalten. Die Ernährung ist vom Alter und Gewicht des Kindes abhängig und wird in Absprache mit der Diätassistentin und den Eltern festgelegt.

Die Ernährung hängt außerdem vom Ausmaß der körperlichen Bewegung ab. So müssen Kinder zusätzlich Fruchtsaft, Brot und andere Kohlenhydrate aufnehmen, wenn sie Sport ausüben. Dies sollte in Absprache mit dem Arzt oder der Diätassistentin geschehen. Empfohlen sind drei Haupt- und zwei bis drei Nebenmahlzeiten. Die ganze Familie sollte die gleiche Kost essen. Im Gegensatz zu früher wird der absolute Verzicht auf Süßigkeiten heute nicht mehr so streng gehandhabt. Kinder sollten abhängig vom Insulintyp und dem Blutzuckerwert 0 bis 30 Minuten nach der Insulininjektion essen, wenn das Insulin am wirksamsten ist.

Körperliche Aktivität

Sie erhöht die Wirkung des Insulins im Körper und hilft, das Körpergewicht auf konstantem Niveau zu halten. Kinder brauchen dann oft weniger Insulin. Finden Sie zusammen mit Ihrem Kind die richtige Sportart. Bewegung sollte ein natürlicher Bestandteil im Alltag des Kindes sein. In Verbindung mit dem Schul- oder Freizeitsport muss die gewohnte Insulindosis in der Regel reduziert werden oder das Kind muss vorher zusätzliche Broteinheiten essen. Körperliche Aktivität birgt sonst das Risiko, dass der Blutzucker zu stark sinkt. Deshalb sollte Ihr Kind immer Traubenzucker bei sich haben.

Falk AdSolution

Was Eltern tun können

Den richtigen Umgang mit der Krankheit können Sie zusammen mit Ihrem Kind lernen. Entscheidend sind ein konsequentes Verhalten im Hinblick auf Ernährung, körperliche Belastung und Insulintherapie sowie eine gute Dokumentation der Blutzuckerwerte.

Suchen Sie sich so schnell wie möglich kompetente Unterstützung durch Ärzte, Krankenschwestern und Ernährungsberater. Lassen Sie sich helfen und vor allem informieren! Bei kaum einer Krankheit ist es von so großer Bedeutung, dass Patient und Angehörige zu Fachleuten werden.

Nach der Erstdiagnose erfolgt meist im Krankenhaus eine ausführliche Schulung von Eltern und Patient. Außerdem bieten Krankenhäuser und die meisten Hersteller von Insulinpräparaten eigene Schulungen für Patienten an. Dies kann ebenso einen Beitrag zum erfolgreichen Umgang mit der Krankheit leisten wie der Besuch einer Selbsthilfegruppe.

Folgende Punkte sollten Sie beachten:

* Sie sollten die Symptome für zu hohen und zu niedrigen Blutzucker kennen.

* Sie sollten regelmäßig den Blutzuckergehalt messen und diesen regelmäßig im Zuckerheft dokumentieren. Sobald Ihr Kind alt genug ist, sollte es dies selbst tun.

* Das Kind sollte so schnell wie möglich lernen, sich selbst Insulininjektionen zu verabreichen.

* Halten Sie immer Zucker, Traubenzucker oder süße Fruchtsäfte für den Fall griffbereit dass der Blutzucker durch zu hohe Insulingabe zu stark absinkt.

* Gehen Sie mit Ihrem Kind regelmäßig zur ärztlichen Kontrolle; bringen sie dabei das Blutzuckerprotokoll mit, damit das Insulin dem Bedarf Ihres Kindes angepasst werden kann.

* Konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn Ihr Kind an einer anderen Erkrankung leidet.

* Informieren Sie die Schule und Ihr privates Umfeld über die Krankheit Ihres Kindes. Vor allem die Symptome eines zu niedrigen Blutzuckers sollten jedem bekannt sein.


Prognose

Wichtigstes Ziel ist es, dass Ihr Kind eine gute Stoffwechseleinstellung mit möglichst normalen Blutzuckerwerten erreicht. So lassen sich Schäden an den Augen und Nieren verhindern. Diese Komplikationen können bereits ab dem Pubertätsalter auftreten.

Etwa ab einem Alter von neun Jahren sollte der Eiweißgehalt im Urin regelmäßig bestimmt und eine Augenuntersuchung (mit Augenhintergrund) durchgeführt werden. Grundsätzlich empfiehlt es sich, regelmäßig zur Kontrolle in die Kinderdiabetes-Ambulanz zu gehen - mindestens einmal alle drei Monate. Dort sollten auch regelmäßig der Blutdruck gemessen sowie die Blutfette und Schilddrüsenwerte bestimmt werden.

Alle Folgeerkrankungen lassen sich stark hinauszögern, wenn die Krankheit sorgfältig überwacht und behandelt wird und so eine gute Stoffwechseleinstellung erreicht wird. Zu den Folgeerkrankungen zählen:

* Schädigungen der großen und kleinen Blutgefäße,

* Nierenversagen,

* verringerte Sehfähigkeit durch Schädigung der kleinen Gefäße, die die Netzhaut versorgen,

* Nervenschädigung;



Quellen
Hürter: Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

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Freitag, 19. Januar 2007

Gehirnaktivität

Gehirnaktivität: Tagtraum-Modus bei Langeweile

Washington (ddp). Wenn das Gehirn nichts zu tun hat, schaltet es automatisch in den Tagtraum-Modus. Das haben amerikanische und schottische Psychologen entdeckt, als sie die Gehirne von 19 Freiwilligen bei der Arbeit beobachteten. Immer dann, wenn die Probanden keine anspruchsvollen Aufgaben zu lösen hatten, begannen ihre Gedanken umherzuschweifen, berichten die Forscher.

Dabei aktivierte sich standardmäßig ein Netzwerk bestimmter Gehirnregionen, das sich deutlich von dem unterschied, das die Testteilnehmer während Phasen konzentrierter Arbeit nutzten.

Je aktiver dieses Netzwerk war, desto intensiver waren nach den Berichten der Probanden auch ihre Tagträume. Ihre Arbeit stellen die Wissenschaftler um Malia Mason vom Dartmouth-College in Hanover in der Fachzeitschrift «Science» vor (Bd. 315, S. 393).

Um bei ihren Probanden Tagträume zu provozieren, ließen die Psychologen sie vier Tage lang immer wieder die gleichen Tests wiederholen. Am vierten Tag bekamen die Teilnehmer zusätzlich neue Aufgaben gestellt, deren Aufbau jedoch dem der bekannten glich.

Während der Tests sollten die Probanden angeben, wie häufig ihre Gedanken jeweils abgeschweift waren. Am fünften Tag schließlich zeichneten die Wissenschaftler die Gehirnaktivität der Testteilnehmer auf, während diese die verschiedenen Aufgaben lösten.

Die Neigung zu Tagträumen war am deutlichsten ausgeprägt, wenn die Probanden gar keinen Tests zu lösen hatten, ergab die Auswertung.

In diesem Zustand war auch die Aktivität eines über das ganze Gehirn verteilten Netzes von Arealen am höchsten,
das die Wissenschaftler das «Standardnetzwerk» nennen.

Das Bearbeiten der Aufgaben verminderte hingegen die Tendenz, die Gedanken umherschweifen zu lassen, und auch die Aktivität des Standardnetzwerkes wurde heruntergefahren - bei den häufig geübten Tests nur ein bisschen, bei den neuen Aufgaben fast vollständig, schreiben die Forscher.

Auch frühere Beobachtungen hatten auf eine Schlüsselrolle des Netzwerkes beim Entstehen von Tagträumen hingedeutet, erklären die Psychologen.

Ist ein Teil davon etwa durch einen Unfall beschädigt, berichten die Betroffenen über eine «geistige Leere» und das Fehlen spontaner Einfälle und Gedanken.

Auch geht die verminderte Neigung zu Tagträumen im Alter mit der Bildung von Ablagerungen und damit einem Funktionsverlust im Netzwerk einher.

Welchen Sinn das Umherwandern der Gedanken in Ruhephasen hat, wissen Mason und ihre Kollegen allerdings nicht genau. Möglicherweise hält es das Gehirn in einer Art Stand-by-Modus, so dass es sofort reagieren kann, oder es dient als eine Art geistige Zeitreise, die ständig Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einen Gesamtzusammenhang einordnet.

Vielleicht, vermuten die Forscher, gibt es aber auch keinen tieferen Sinn dahinter, und das Gehirn lässt die Gedanken einfach deswegen umherwandern, weil es dazu in der Lage ist.

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Donnerstag, 18. Januar 2007

Die Mini-Mafiosi

Die Mini-Mafiosi

Dicke Kuh, Fettwanst, Blödi - Mobbing gibt es schon bei ABC-Schützen. Warum traktieren die Minis andere und wie lässt sich die Schikane stoppen? Psychologen fanden Antworten

Gewalt im Kleinen: Auch Grundschüler sind Opfer von Mobbing

Frederico ist sieben und so dick wie eine Kuh. Das jedenfalls finden seine Mitschüler, die ihn wegen der Speckröllchen hänseln. "Frederi-kuh" oder "Frederikuh stinkt... weitersagen", so geht das täglich. Anfangs schleudert er den kleinen Nervensägen noch ein "Haltet die Klappe!" entgegen, das aber macht alles nur noch schlimmer. Sie kichern hinter seinem Rücken, klauen die Turnsachen, zerreißen Hefte, schmieren Klebstoff auf den Stuhl und machen Kleinholz aus den Bleistiften. Frederico hat Angst vor jedem nächsten Morgen. "Ich will da nicht mehr hin", beschwört er Mama. Warum das so ist, darüber schweigt der Kleine lieber. Aus Furcht, die anderen könnten ihn noch stärker ausgrenzen, wenn er petzt.

Fiese Piesackerei

Mobbing ist Gewalt mit System - etwas, das man Kindern, die sich mit dem ABC, Fingerzählen und Kuscheltieren beschäftigen, eigentlich nicht zutraut. Wie gehen Kinder wirklich miteinander um? Das wollten Münchener Entwicklungspsychologen wissen und befragten die Schüler einer Schwabinger Grundschule. Wer piesackt wen? Wer fühlt sich ausgegrenzt? Und wer guckt am liebsten nur zu?

Das Ergebnis der Studie ergibt ein anderes Bild vom vermeintlich süßen Nachwuchs: "Die Kinder wissen sehr genau, wie man jemandem zusetzt", sagt die Studienleiterin Dr. Mechthild Schäfer im Netdoktor-Gespräch. Auf ihre Art seien die Kleinen da schon echte Profis: Sie lassen Federmäppchen verschwinden, bringen böse Gerüchte in Umlauf und schwärzen unbeliebte Mitschüler bei der Lehrerin an.

Wehrlose Opfer

Das allein könnte man noch als alterstypische Neckereien ansehen. "Aber wenn sich das auf ein Kind fokussiert, dann ist das Mobbing", erklärt die Psychologin. Fachleute setzen einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten als Psycho-Quälerei an. Frederico fühlte sich wie eine wandelnde Zielscheibe. Hatten sich die anderen erst einmal auf ihn eingeschossen, gab es kein Entrinnen. "Die haben mich echt fertig gemacht", erinnert er sich.

Den Eltern von der Schikane erzählen, sich den Lehrern anvertrauen, Verbündete suchen und den Spieß herumdrehen, oder den kleinen Fieslingen einfach eine reinhauen - keine Lösung, befand Frederico. Das Problem ist, dass "das Opfer gar nichts tun kann", sagt Schäfer, denn jede Reaktion motiviere die Drangsalierer nur zusätzlich. Wichtiger ist es, sich auf die Täter zu konzentrieren. "Man muss den Kindern klar machen, was sie da anrichten", sagt Schäfer. Denn im Gegensatz zu erwachsenen Mobbern haben die kleinen Mafiosi noch keine Ahnung, was das bedeutet und für Folgen hat. Das Kind merkt nur, dass es sich auf diese Weise Beachtung und Anerkennung verschaffen kann. Es ist cool - auf Kosten des Opfers.

Keine Fragen, keine Antworten

Mobbing beeinflusst nicht nur die Seele der Kleinen, sondern macht auch körperlich krank. Frederico hatte Bauchweh am Morgen und tat nachts kaum ein Auge zu. Der Besuch beim Kinderarzt brachte nichts, organisch war alles in Ordnung. Frederico sagt: "Ich hatte auch keine Ahnung, woher das kam." Ob es Probleme mit den Mitschülern gab? Niemand hat das gefragt, auch kein Lehrer.

Die Machenschaften der Kinder gehen meist an den Erwachsenen vorbei oder werden als harmlos abgetan. Doch in jungen Jahren ist den wenigsten ein dickes Fell gewachsen. "Schon Witze über die Klamotten gehen einem ganz schön an die Substanz", erinnert sich Frederico, "ein Dauerstress ist das."

Zielscheiben...

Dabei müssen die Zielscheiben weder schlecht gekleidet noch mollig sein. "Jeder kann Opfer werden", sagt Schäfer. Etwa jedes siebte Kind mache einmal diese Erfahrung, so ein Ergebnis ihrer Studie. Meist geraten der Neue in der Klasse oder der begabte Außenseiter, der nicht zum Rest passt, in die Rolle des Sündenbocks.

"Je starrer die Strukturen, desto eher kann es Mobbing geben", warnt Schäfer. Wenn in Klassenzimmer immer dieselben beieinander sitzen und tuscheln, die Cliquen nach außen hin immer dichtere Mauern aufbauen, haben Neulinge und Außenseiter keine Chance. Gerade am Anfang der Schulzeit hätten es die Lehrer noch in der Hand, für ein harmonisches Klassenklima zu sorgen. Allein die Kinder ab und zu Plätze tauschen zu lassen, helfe ungemein.

... Täter, Maulhelden

Die Täter lernen ihr aggressives Verhalten dagegen schon im Elternhaus. Wenn der Vater mit Beleidigungen um sich wirft, statt sachlich zu bleiben, wenn Familienmitglieder mit eisigem Schweigen ausgegrenzt werden, statt sie ins Diskussionsboot zu holen, dann gehen die Kinder auf die gleiche Weise vor. In der Schule erfahren sie nicht nur, dass sie sich mit Aggression durchsetzen können, sondern dafür auch noch Zustimmung ernten. "Ungefähr 30 Prozent in einer Klasse assoziieren sich gerne mit einem Täter", erklärt die Psychologin. Sie sonnten sich im "Glorienschein" des Aggressors. Bei vielen hinterlässt die Unterstützung einen bleibenden Eindruck: Ein Drittel der Mobber macht auch in der nächstes Schule weiter mit dem Terror.

Reden, aber offen

Lehrer sollten sich den Täter vorknöpfen und ihm klar machen, dass solches Verhalten nicht geduldet wird, empfiehlt Schäfer. Die Taten aller Beteiligten - auch der Glotzer und Maulhelden - müssen offen in der Klasse besprochen werden. Dass Opfer die Schule wechseln, hält die Psychologin nicht für sinnvoll. Im neuen Umfeld würden die Kinder nur noch ängstlicher und wahrscheinlich erneut zum Opfer. "Eigentlich müsste man die Täter aus der Klasse nehmen", meint Schäfer. Schulrechtlich sei das allerdings schwierig.

Wilder Willi, ruhiger Schneck

Am besten greift man ins Geschehen ein, bevor es zum Mobbing kommt. Und dafür entwickelten Psychologen des Heidelberger Präventionszentrums ein Programm, das derzeit an mehr als 100 Grundschulen in Deutschland angewendet wird. Kinder sollen lernen, vernünftig miteinander umzugehen, sich ohne Gewalt auszudrücken und Konflikte friedlich zu lösen. "Faustlos" heißt die Methode. Inhaltlich aufgebaut ist das Ganze wie ein Unterrichtsfach. 51 Lektionen, verteilt über drei Jahre.

Spielpartner sind Handpuppen. Wilder Willi, Ruhiger Schneck - die Namen sind Programm. Wenn Willi mal wieder ausflippt, muss Schneck den Dampf aus der Situation nehmen. Beruhige Dich erstmal, säuselt der Plüschkamerad, mach mal Pause und denk nach. Das versteht jedes Kind.

Außerdem geht es darum, die Gefühle des Gegenübers überhaupt richtig zu deuten. "Viele Kinder können Schmerz nicht lesen", erklärt Trainerin Gabriele Ullrich, die Lehrer in "Faustlos" schult. Bei einer Rauferei etwa könnte der Kleine den schmerzverzerrten Ausdruck seines Gegners für Ärger halten - und erst recht zuschlagen. Anhand von Beispielfotos sollen die Kleinen einen Gesichtsausdruck deuten lernen. Mund breit, Wangen hoch, Augen klein? Fröhlich! Augen gesenkt, Mundwinkel und Schultern hängen? Klar, traurig!

Auch für ihre Wut sollen die Kinder Ausdrucksmöglichkeiten finden, und zwar ohne den Mitschüler mit Fäusten oder Worten zu traktieren. Schon ein einfaches "Ich bin jetzt wütend!" sei der erste Schritt zum mobbingfreien Klassenzimmer, glauben die Experten. Bei Frederico hatte der Terror im Gymnasium schlagartig ein Ende. "Jeder war mit Lernen beschäftigt und auf die Hilfe des Anderen angewiesen", freut er sich. Es gab keine Täter mehr. Und auch keine Zielscheiben.

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Identität: Hirnströme so aussagekräftig wie Fingerabdrücke

Identität: Hirnströme so aussagekräftig wie Fingerabdrücke

London (ddp). Die Hirnströme sind bei Menschen individuell so verschieden, dass sie als biometrische Merkmale verwendet werden können.

So lassen sie sich neben Fingerabdrücken, der Beschaffenheit der Iris im Auge oder der Geometrie des Gesichts zur Identifizierung von Menschen nutzen. Das sagen Wissenschaftler des europäischen Forschungsprojekts HUMABIO, die an der Hard- und Software eines solchen Erkennungssystems arbeiten.

Über die Ergebnisse berichtet der Onlinedienst des Wissenschaftsmagazins «New Scientist». Bei dem System, das Wissenschaftler um Dimitrios Tzovaras vom Zentrum für Forschung und Technologie in Thessaloniki entwickeln, bekommt der Proband eine mit Elektroden ausgestattete Mütze aufgesetzt.

Diese misst die Gehirnströme und zeichnet gleichzeitig das Hirnstrommuster, ein so genanntes Elektroenzephalogramm (EEG), auf. Die Probanden hätten während der Messung Denkaufgaben zu bewältigen und sollen dabei die Augen schließen und nicht reden, um die Aufnahme möglichst nicht zu stören, erklärt Tzovaras.

Die EEGs werden drahtlos auf einen Computer übertragen und dort mit früheren Aufnahmen verglichen, bei denen der Proband vor die gleiche Aufgabe gestellt worden war.

Eine speziell entwickelte Software analysiert die für jeden Menschen typischen Muster der Hirnströme und kann so mit hoher Sicherheit die Antwort liefern, ob es sich um denselben Menschen handelt.

Auch wenn die Mütze weniger Elektroden enthält, als sonst für die EEG-Aufnahmen verwendet werden, liefere das Gerät ausreichend genaue Ergebnisse, erklären die Forscher. In Tests einer ebenfalls an dem Projekt beteiligten Gruppe von Wissenschaftlern aus Polen wurde eine Trefferquote von 88 Prozent erzielt.

Andere Forscher zweifeln jedoch an der Genauigkeit und Praxistauglichkeit der Idee. Stehen die Probanden unter Stress, könne sich das EEG extrem verändern und eine Identifikation sei nur noch schwer möglich, erklärt etwa der Neurowissenschaftler Olaf Hauk von der Universität Cambridge gegenüber dem «New Scientist».

Andere merken an, EEGs seien für den Nutzer unangenehm und nicht für den massenhaften Einsatz geeignet, auch wenn dazu nur eine Mütze verwendet werde.

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Dienstag, 16. Januar 2007

Die Eiweißforscher: Pipi statt Pieks

Die Eiweißforscher: Pipi statt Pieks

München (netdoktor.de) - Kranke Niere, Blase, Prostata? Eiweiße in Körpersäften sollen frühzeitig Aufschluss über Krankheiten geben und andere Diagnosemethoden überflüssig machen. Prinzipiell sind Eiweiße in allen Körpersäften nachweisbar, beispielsweise im Blut, Urin oder in der Rückenmarksflüssigkeit.

Genauer unter die Lupe nehmen die Forscher den menschlichen Urin, weil nur hier die Eiweiße ausreichend lange stabil sind.

"Die Urinanalyse ist der wichtigste Ansatz", sagt Prof. Harald Mischak, Biochemiker und Proteomik-Spezialist.
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Noroviren: Mehr als 50 Menschen in Bayern erkrankt

Noroviren: Mehr als 50 Menschen in Bayern erkrankt

Würzburg (ddp). In zwei Würzburger Krankenhäusern und einem Seniorenpflegeheim sind mehr als 50 Bewohner und Patienten mit dem Norovirus infiziert worden und erkrankt. Nach Auskunft des Leiters des Gesundheitsamts, Konrad Kläß, von Montag haben die Einrichtungen sofort die notwendigen hygienischen Maßnahmen zum Schutz vor weiterer Ansteckung veranlasst und die betroffenen Patienten wurden isoliert.

Über den Gesundheitszustand der Betroffenen könne man zurzeit noch keine genauen Angaben machen. Das Virus gehört in Deutschland zu den häufigsten Erregern von Magen-Darm-Infektionen, deren Ausbruch sich in letzter Zeit nach Beobachtung des Robert-Koch-Institutes gehäuft hätten.

Betroffen seien vor allem Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und Kindergärten. Die Ansteckungsgefahr ist laut Gesundheitsamt extrem hoch.

Typische Symptome seien
-starke Übelkeit,
-plötzliches Erbrechen,
-Bauchkrämpfe und
-Durchfall, manchmal komme auch noch
-Fieber dazu.


Einen Impfstoff oder Medikament gegen das Norovirus gibt es nicht.

«Wer jung und gesund ist, kann die Erkrankung problemlos aussitzen», sagte Kläß.
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Lymphdrüsenkrebs: Zahl der Erkrankungen nimmt zu

Lymphdrüsenkrebs: Zahl der Erkrankungen nimmt zu

Köln (ddp). Etwa 14 000 Bundesbürger erkranken jährlich an Lymphdrüsenkrebs. Die so genannten Malignen Lymphome gehören damit zu den eher seltenen Krebsarten. Doch im Gegensatz zu anderen Tumorerkrankungen nimmt die Verbreitung von bösartigen Geschwülsten an den Lymphknoten deutlich zu - vor allem bei Menschen in den westlichen Industrieländern.

Rechtzeitig erkannt, sind die Heilungschancen jedoch groß. «Noch verstehen wir die Zunahme der Erkrankungen nicht vollständig», sagt Professor Michael Hallek, Leiter der Klinik I für Innere Medizin der Universität zu Köln. «Erklärungen könnten Umweltfaktoren oder das steigende Lebensalter sein», betont der Sprecher des Kompetenznetzes Maligne Lymphome.

Ebenso unbekannt sind die Auslöser der Krebsart. Wissenschaftler vermuten, dass Infektionen, beispielsweise im Magen, bestimmte Lymphome begünstigen. Auch die zunehmende Hygiene in den Großstädten könnte eine Rolle spielen. «Viele Menschen kommen in ihrer Kindheit mit bestimmten Erregern gar nicht mehr in Kontakt und können so keine Abwehrkräfte aufbauen», sagt Hallek.

Lymphknotenkrebs macht sich im Körper durch eine Reihe unspezifischer Symptome bemerkbar. «Dazu können Abgeschlagenheit und Krankheitsgefühl gehören», sagt Stephan Schmitz, Onkologe aus Köln. Wesentliches Alarmsignal sind geschwollene Lymphknoten.

«Allerdings muss nicht jede Schwellung gleich ein Lymphom sein. Bilden sich größere, schmerzfreie Knoten an ungewöhnlichen Stellen wie am Nacken oder unter den Achselhöhlen und verschwinden diese auch nach einigen Wochen nicht, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden», betont Schmitz.

Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt. Er kann den Patienten bei Bedarf an einen Spezialisten verweisen. «Die Diagnostik erfordert viel Erfahrung», unterstreicht Schmitz. So müsse der Arzt sicher sein, dass nicht Medikamente, Infektionen, der Kontakt zu Haustieren oder Allergien die Schwellung der Knoten verursacht haben.

Blut- oder Ultraschalluntersuchungen können helfen, andere Auslöser auszuschließen. «Vermutet der Arzt ein Lymphom, bringt eine so genannte Biopsie Sicherheit», sagt Schmitz. Dabei wird dem Patienten eine Probe des Lymphknotens entnommen und im Labor analysiert.

Lymphom ist allerdings nicht gleich Lymphom. «Es gibt fast 50 Unterarten», erläutert Hallek. Zu den bekanntesten gehören das Hodgkin-Lymphom sowie eine Reihe von Tumoren, die in aggressive und indolente - langsam wachsende - Lymphome unterteilt werden. «Die Behandlung ist je nach Art völlig unterschiedlich», unterstreicht Hallek. «Das Hodgkin-Lymphom sowie die aggressiven Lymphome behandelt man mit einer Chemotherapie.» Diese werde manchmal durch Bestrahlung ergänzt,

Operationen seien dagegen unüblich.

Die Heilungschancen lägen bei etwa 70 bis 90 Prozent, betont der Mediziner. Anders als ihr Name vermuten lässt, sind die weniger aggressiven Lymphome schwierig therapierbar. «Die indolenten Lymphome lassen sich nur zurückdrängen. Aber sie wachsen sehr langsam. Dadurch kann man sie, ohne dass Gefahr für den Patienten besteht, lange beobachten», sagt Hallek. Diese so genannte «Watch&Wait»-Strategie könne sich teilweise über viele Jahre hinziehen, ohne dass Beschwerden auftreten.

Da die Ursachen für eine Krebserkrankung der Lymphknoten weitgehend unbekannt sind, ist weder eine wirksame Prävention noch eine Vorsorgeuntersuchung wie beispielsweise beim Brustkrebs möglich.

Hallek: «Wichtig ist es deshalb, Lymphknoten immer genau zu beobachten. Schwellen sie ohne ersichtlichen Grund für längere Zeit an, sollte man sofort einen Arzt aufzusuchen.»

Übergwicht bei Kindern: Bilderbuch «Der süße Mops»

Übergwicht bei Kindern: Bilderbuch «Der süße Mops»

München (ddp). Übergewicht bei Kindern ist in Deutschland ein zunehmendes Problem. Für Eltern ist es nicht immer einfach, eine gesunde Ernährung durchzusetzen oder mit ihren Schützlingen über die Folgen von Fettleibigkeit zu reden. Ganz ohne pädagogischen Fingerzeig hilft ihnen jetzt das Bilderbuch «Der süße Mops» von Brigitte und Wolfgang Graßl. Die Geschichte beschreibt symbolhaft das Leben eines Hundes, der täglich von seinem Frauchen verwöhnt wird. Der Mops darf im Auto spazieren fahren, auf dem Sofa lümmeln und bekommt so viel zu fressen, wie er nur mag. Dass er sich fett und krank frisst und beim Laufen aus der Puste kommt, geht ihm erst auf, als er im Park einen neuen Freund trifft: Max, einen drahtigen Hund. Die jungen Leser erfahren spielerisch, dass fettreiche Speisen und zuckerhaltige Kost Krankmacher sind.

Das Buch soll dazu anregen, ein aktives Leben schätzen zu lernen.

Erwachsene erhalten im Nachwort umfangreiche Informationen zu Diabetes mellitus Typ 2 - einer häufigen Folge von Fettleibigkeit. Brigitte und Wolfgang Graßl: «Der süße Mops», Effecteve Verlag, 2006, ISBN 978-3-938488-03-4, 12,95 Euro

Muffins statt Müsli: Jugendliche essen üppig

Muffins statt Müsli: Jugendliche essen üppig

Muffins statt Müsli: Jugendliche essen üppigDie wichtigste Mahlzeit des Tages ersetzen Teenager und junge Erwachsene vielfach durch Schweres untertags: Fastfood statt Frühstück bleibt nicht ohne Folgen.

Vor allem bei jungen Erwachsenen, die beginnen, sich selbst zu versorgen, führt das Weglassen der morgendlichen Mahlzeit mitunter zu einer unliebsamen Gewichtszunahme, erklären Forscher um Heather Niemeier vom Miriam Hospital im US-amerikanischen Providence. Auch, weil die Ernährungsweise junger Menschen in dieser Lebensphase generell zu wünschen übrig lässt und viele Teens und Twens gerne zu Fastfood und Fertiggerichten greifen.

Alter ändert Essgewohnheiten


"Weil es im Übergang vom Jugend- zum Erwachsenen-Alter vermehrt zu Gewichtszunahmen kommt, wollten wir wissen, welche Rolle dabei das Weglassen des Frühstücks und der Verzehr von Fastfood spielen", beschreiben die Forscher im "Journal of Adolescent Health" ihr Interesse.

In die Studie einbezogen wurden mehr als 20.000 Heranwachsende zwischen elf und 28 Jahren aus verschiedenen Teilen der USA. In mehreren Etappen zwischen 1996 und 2001 ermittelten die Forscher die Essgewohnheiten der Probanden. Niemeier: "Wir stellten fest, dass der Konsum von Fastfood in dieser Lebensphase signifikant zunimmt und zugleich immer mehr junge Erwachsene auf das Frühstück verzichten."

Seltener Frühstück, mehr Gewicht?


Diese Tendenzen machen die Wissenschafter für die häufige Gewichtszunahme in dieser Lebensphase verantwortlich. So stieg etwa der Anteil der übergewichtigen Probanden von 29 auf 47 Prozent, als die Studienteilnehmer von Jugendlichen zu jungen Erwachsenen wurden.

Fastfood wurde von den Teilnehmern im Jugendalter durchschnittlich zweimal wöchentlich verzehrt. Als Erwachsene griffen sie dann 2,5-mal pro Woche zu Burger, Pizza & Co. Gefrühstückt wurde dagegen mit zunehmendem Alter immer seltener: Hatten die Teens noch vier bis fünf Tage in der Woche mit einer Mahlzeit beginnen lassen, frühstückten dieselben Studienteilnehmer als Erwachsene nur mehr dreimal wöchentlich.

Gesünder essen im Hotel Mama


Niemeier und Kollegen vermuten, dass der Anstieg des Fastfood-Konsums und der vermehrte Verzicht auf das Frühstück eine Reaktion auf die neu gewonnene Unabhängigkeit und Eigenverantwortung in diesem Alter sein könnten. "Fastfood ist eine einfache und verlockende Option für Heranwachsende, die daran gewöhnt waren, dass Mutter und Vater für ihr Essen sorgen", so die Studienautorin.

Das Frühstück erachten viele in dieser Lebensphase offensichtlich als zeitaufwendig und entbehrlich. Das Weglassen der morgendlichen Mahlzeit führe allerdings im Laufe des Tages häufig zu Heißhunger, auf den dann mit Überessen oder mit dem Verzehr schwerer und ungesunder Speisen reagiert werde.

"Es ist wichtig, Heranwachsenden den gesundheitlichen Stellenwert des Frühstücks zu vermitteln"
, betont Niemeier. Außerdem gelte es auf die negativen Seiten von Fastfood verstärkt hinzuweisen.


Quellen: Niemeier, Heather et al: Fast Food Consumption and Breakfast Skipping: Predictors of Weight Gain from Adolescence to Adulthood in a Nationally Representative Sample. In: Journal of Adolescent Health 39 (6) 2006, S. 842-849; eurekalert.org

Früher Alkoholkonsum fördert Trinken bei Stress

Früher Alkoholkonsum fördert Trinken bei Stress
(2007-01-15)

Wird das erste Glas in jungen Jahren getrunken, erhöht sich die Gefahr, dass Alkohol im Erwachsenenalter in stressigen Situationen vermehrt konsumiert wird. Dazu kommt, dass die getrunkenen Mengen bei diesen Menschen oftmals größer sind als bei jenen, die erst in einem reiferen Alter zu Wein, Bier & Co greifen. So lautet das Ergebnis einer jüngst präsentierten Langzeitstudie aus den USA unter Leitung von Deborah Dawson vom National Institute of Health.

In der Untersuchung wurden die Daten von 27.000 Menschen analysiert. Die Freiwilligen wurden nach unterschiedlichen emotional belastenden und stressreichen Erfahrungen der letzten Zeit befragt – nach Todesfällen in der Familie, Arbeitslosigkeit, finanziellen Sorgen, Konflikten mit dem Gesetz oder Beziehungskrisen. Es zeigte sich, dass jene Teilnehmer, die in sehr jungen Jahren das erste Mal getrunken hatten, ihren Alkoholkonsum in diesen Lebenslagen weitaus stärker steigerten als jene, die erst in einem höheren Alter zur Flasche gegriffen hatten.

So erhöhten Probanden, die ihr erstes alkoholisches Getränk mit 14 Jahren oder früher zu sich genommen hatten, in belastenden Situationen ihren Konsum um durchschnittlich 19 Prozent. Jene, die mit 18 Jahren das erste Mal getrunken hatten, konsumierten bei solchen Belastungen um rund drei Prozent mehr als üblich. Die Studie beweise, dass Prävention von Alkoholismus bereits bei jungen Menschen angebracht sei, so US-Gesundheitsexperte Jack Henningfield. Auch Deborah Dawson zufolge sollten bereits junge Menschen lernen, auf Stress und Belastungen nicht mit Alkohol zu reagieren.

medicalnewstoday.com; Alcoholism, clinical and experimental research

Obst und Gemüse: Greenpeace warnt vor Pestiziden

Obst und Gemüse: Greenpeace warnt vor Pestiziden
(2007-01-15)

Vor allem Weintrauben und Kopfsalat haben es in sich: Wieder einmal konstatiert die Umwelt-Organisation Greenpeace bei so manchem im Supermarkt erhältlichen Obst und Gemüse erhöhte Pestizidwerte.

"Für Kinder besteht schon bei einmaligem Verzehr dieser Lebensmittel die Gefahr von unmittelbaren Gesundheitsschäden", lautet die dramatische Einschätzung des Greenpeace-Chemikers Herwig Schuster.

Die Organisation hatte 576 Obst- und Gemüseproben untersucht, die in deutschen Supermärkten sowie in einem österreichischen Unternehmen feilgeboten wurden. Bei zwölf Proben, also zwei Prozent der getesteten Vitamin-Lieferanten, sei die Belastung mit Pestiziden über der sogenannten akuten Referenz-Dosis gelegen, gibt Greenpeace an.

"Der Verkauf derartig belasteter Ware ist ein schwerer Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz"
, ist Chemiker Schuster überzeugt. Die Umweltorganisation fordert daher von Unternehmen und Lebensmittelbehörden verstärkte Kontrollen und umgehende Ergreifung von Schutzmaßnahmen. Den Konsumentinnen und Konsumenten empfiehlt Greenpeace, vorzugsweise zu Bio-Lebensmitteln zu greifen.

marktcheck.greenpeace.at

Schlafen am Schreibtisch: Wenn Arbeitnehmer müde sind

Schlafen am Schreibtisch: Wenn Arbeitnehmer müde sind
(2007-01-15)

Eine US-Studie zeigt, dass viele Arbeitnehmer unter wiederkehrender Müdigkeit im Job leiden. Die Folgen sind nicht nur für die Betroffenen mitunter belastend, sie führen auch zu einem veritablen Verlust an Produktivität. Die Wissenschafter um Judith Ricci von der Gesundheitseinrichtung Caremark in Maryland wenden sich in ihrem Appell daher gleichermaßen an Arbeitnehmer wie Arbeitgeber: "Maßnahmen gegen Müdigkeit am Arbeitsplatz hätten sehr positive Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen und auf ihre Produktivität."

Die Forscher hatten Daten von rund 29.000 US-amerikanischen Arbeitnehmern ausgewertet. Von diesen gaben 38 Prozent an, innerhalb der vorangegangenen zwei Wochen unter Energiemangel, schlechtem Schlaf oder Müdigkeit gelitten zu haben. Die Schläfrigkeit kam dabei insbesondere bei Frauen sowie bei Arbeitnehmern in höherer Position mit viel Verantwortung und besserer Bezahlung vor.

Unkonzentriert & verlangsamt


Die Wissenschafter untersuchten nicht zuletzt den Einfluss der Müdigkeit auf die Produktivität der Arbeitnehmer: Neun Prozent der Betroffenen berichteten von müdigkeitsbedingt gedämpfter Aktivität im Job; am häufigsten beschrieben wurden Konzentrationsstörungen und Verlangsamung beim Verrichten von Tätigkeiten.

Darüber hinaus trat die Müdigkeit auch häufig gepaart mit anderen körperlichen oder psychischen Beschwerden auf. Die schläfrigen Beschäftigten büßten somit auch insgesamt - also abseits der Müdigkeit selbst - mehr Produktivität ein als die munteren.

medicalnewstoday.com; Journal of Occupational and Environmental Medicine

Divertikel: Bewegung & Ballaststoffe für den Darm

Divertikel: Bewegung & Ballaststoffe für den Darm
(2007-01-15)

Wer über ziehende Schmerzen im Unterbauch, Blähungen und unregelmäßigen Stuhlgang klagt, sollte nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen. Hinter den Beschwerden könnte möglicherweise eine Divertikulitis stecken. Dabei handelt es sich um eine bakterielle Entzündung der Darmschleimhaut, die in sackförmigen Ausstülpungen der Darmwand, sogenannten Divertikeln, entsteht.

Die Erkrankung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden: Mitunter ist eine chirurgische Entfernung des betroffenen Darmstückes vonnöten. Die zugrunde liegenden Divertikel sind gerade mit fortlaufendem Alter keine Seltenheit: In Österreich zeigen rund die Hälfte bis zwei Drittel der 60- bis 70-Jährigen solche Ausstülpungen der Darmwand.

Gase drücken auf Darmwand


Betroffen sind in erster Linie Menschen, die sich wenig bewegen und sich ballaststoffarm ernähren, wie der Wiener Chirurg Univ.-Prof. Michael Rogy erklärt: "Die Nahrung bleibt länger im Darm, es bilden sich vermehrt Gase, die einen Druck auf die Darmwand ausüben. Dadurch entstehen die Ausstülpungen." Zu den Komplikationen kann es kommen, wenn Stuhl in die Ausstülpungen gelangt und dort entzündliche Reaktionen auslöst.

Ein ausgewogener Lebensstil mit gesunder Ernährung und viel Bewegung ist die beste Prophylaxe gegen Divertikulitis. Auch mittels Darmspiegelung – die ab dem 50. Lebensjahr ohnehin regelmäßig durchgeführt werden sollte – können derlei Veränderungen rechtzeitig erkannt und hintangehalten werden. Sollte es dennoch zur Erkrankung kommen und eine OP vonnöten sein, stehen laut Rogy heute minimal-invasive, den Körper also wenig belastende chirurgische Verfahren zur Verfügung.
Kurier, Gesundheit, S. 17

Naturtrüber Apfelsaft: Durch Phenole deutlich gesünder

Naturtrüber Apfelsaft: Durch Phenole deutlich gesünder

London (ddp). Apfelsaft ist nicht gleich Apfelsaft: Die naturtrübe Variante enthält fünfmal so viel gesundheitsfördernde Stoffe wie ihr klarer Abkömmling, haben polnische Forscher entdeckt. Diese Polyphenole beugen als Antioxidantien Krankheiten wie Krebs oder Herzerkrankungen vor. Neben der Verarbeitung ist jedoch auch die Apfelsorte entscheidend, berichten Jan Oszmianski von der Universität in Wroclaw (Breslau) und seine Kollegen in der Fachzeitschrift «Journal of the Science of Food and Agriculture» (DOI:10.1002/jsfa.2707). Die Wissenschaftler verglichen die Apfelsorten Idared und Champion, aus denen sie klaren und trüben Saft pressen ließen. Für die Herstellung des klaren Saftes wurde der frische Presssaft zusätzlich mit dem Enzym Pektinase behandelt, das die Zuckerverbindungen in den Zellwänden, die Polysaccharide, aufbricht. Die groben Bestandteile wurden anschließend durch Zentrifugation entfernt. Durch diese Prozedur, die auch bei der Herstellung des kommerziellen Saftes angewandt wird, geht ein großer Teil der gesunden Polyphenole im Saft verloren, fanden die Forscher heraus. Im klaren Saft aus den Champion-Äpfeln wiesen sie 34 Prozent weniger Polyphenole nach als in der trüben Variante, bei den Idareds war die Einbuße mit 48 Prozent noch höher. Auch im direkten Vergleich schnitten die Champions besser ab: Sowohl der klare als auch der naturtrübe Saft hatten einen mehr als doppelt so hohen Polyphenolgehalt als der entsprechende Idared-Saft. Um die Folgen dieser Unterschiede auf die gesundheitsfördernde Wirkung der Säfte abzuschätzen, analysierten die Forscher, wie gut die Säfte den schädigenden Effekt stark reaktiver Verbindungen, den so genannten freien Radikalen, abfedern konnten. Dazu mischten sie die Getränke mit einer bestimmten Radikalverbindung und maßen, ob und wie lange die Säfte die Radikale auffangen konnten. Der naturtrübe Champion-Saft fing die Radikale fast eineinhalbmal besser ab als der klare Saft, der trübe Idared-Saft wirkte fast doppelt so gut wie sein geklärter Gegenpart. Vor allem die Procyanidine trugen zum Entschärfen der Radikale bei, entdeckten die Wissenschaftler. Ausgerechnet diese Verbindungen litten aber besonders unter der Umwandlung in puren Saft: Nach der Klärung enthielt der Idared-Saft mehr als fünfmal weniger Procyanidine als zuvor. Vor allem diesen Verbindungen schreiben die Autoren der Studie aber einen positiven Effekt auf die Gesundheit zu. Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, sollte lieber naturtrüben Apfelsaft trinken, schließen sie.

Mittwoch, 10. Januar 2007

Künstliche Bräune als Gesundheitsfalle

Was in gewissen Kreisen bewusst lebender Menschen schon ein ALTER Hut ist... wird HEUTE groß "herausgebracht":

Junge Haut: Künstliche Bräune als Gesundheitsfalle

Rödermark (ddp). Solarienbesuche sind in der dunklen Jahreszeit äußerst beliebt, um den blassen Teint und das Gemüt aufzufrischen. Doch die intensive Strahlung der künstlichen Bräuner kann - besonders der jugendlichen -Haut schaden. «Viele Hautärzte, aber auch die WHO, raten von der Nutzung von Solarien, insbesondere vor dem 18 Lebensjahr ab«, sagt Dermatologe Erik Senger aus Rödermark.

»Wer der Natur in Sachen Bräune künstlich nachhilft, überschreitet in Solarien schnell die für die Haut noch verträgliche Bestrahlungszeit"
, warnt Senger. Hinzu kommt, dass bei Jugendlichen die Schutzmechanismen der Haut gegen die gefährliche Wirkung des ultravioletten Lichts noch nicht voll ausgeprägt sind. «Vor diesem Hintergrund müssen viele junge Leute die Verantwortung für ihre Haut erst lernen», betont der Dermatologe. Können Jugendliche nicht auf einen Solariumsbesuch verzichten, empfiehlt Senger einen Hautcheck verbunden mit einer Lichtschutzberatung. Das gilt natürlich auch für Erwachsene.

«Der Hautarzt stellt dabei den Hautpigmenttyp fest und kann ausrechnen, wie viel UV-Strahlung die Haut maximal verträgt.» So könne eine Überdosierung des UV-Lichts verhindert werden. Zu viel UV-Licht kann die Haut schneller altern lassen. Zudem können sich gefährliche Pigmentflecken bilden. «Außerdem steigt auf lange Sicht das Risiko, an schwarzem oder hellem Hautkrebs zu erkranken», unterstreicht der Experte.

Als Alternative empfiehlt er Selbstbräunungscremes, die unter anderem in Drogerien erhältlich sind. «Wendet man sie richtig an, besteht für die Haut kein Risiko», sagt Senger.

Das EINZIGE was dazu zu sagen ist... WARUM verleugnet jemand seinen Typ? Sonst wird über dunkelhäutige Menschen "hergezogen"... wer "braune Haut" hat gilt als Mensch 2. Klasse... (Ausnahmen bestätigen die Regel) und gerade laufen die Leute (wie bei allem) einem von der Werbeindustrie "künstlich vorgesetzten Leitbild" nach....

Wie DUMM Menschen sein können, zeigt sich SICHTBAR bei gerade auch diesem Thema!

Es sieht hässlich aus... es macht frühezeitig alt, Hautkrebs wird entwickelt... und DAFÜR zahlen die Leute... und DAS soll schön sein? *lol*

Interessant... in Korea und anderen "östlichen " Ländern ist es umgekehrt (so wie es bei uns früher war!) da ist eine weisse NICHT sonnenverbrannte Haut ein Schönheitsideal und dort wiederum werden BLEICHCREMES angeboten und tonnenweise verkauft... wo sich die Kunden diesen Dreck ins Gesicht schmieren!

Sind die Leute nicht schon total verrückt geworden?

Sonntag, 7. Januar 2007

Wissenschaftler: Milder Winter birgt Zeckenplage

Wissenschaftler: Milder Winter birgt Zeckenplage

Lübeck (ddp). Der milde Winter mit seinen frühlingshaften Temperaturen kann für die Bundesbürger noch unangenehme Folgen haben. Nach Ansicht von Medizinern erhöht das derzeitige warme Wetter die Gefahr einer Zeckenplage im kommenden Frühjahr, berichten die «Lübecker Nachrichten» (Sonntagausgabe). Das Blatt beruft sich auf den Medizin-Professor Werner Solbach von der Universitätsklinik Lübeck, der vor einer ansteigenden Zahl der Plagegeister warnt. Gleichzeitig verlängere sich der Zeitraum, in dem Menschen von Zeckenbissen gequält werden können. Sorgen bereiteten dem Mediziner zudem Bakterien namens Vibrio vulnificus, die sich im derzeit zu warmen Ostseewasser vermehren. Doch die milden Temperaturen haben auch positive Folgen. Nach Ansicht des Leiters des Öko-Zukunftszentrums Mensch-Natur-Technik-Wissenschaft im mecklenburgischen Nieklitz, Berndt Heydemann, ist im neuen Jahr nicht mit einer Mückenplage zu rechnen. Die Eier und Larven der Insekten würden in den warmen Seen und Tümpeln von ihren Feinden gefressen.

Klimawandel: Tropenkrankheiten kommen nach Deutschland

Klimawandel: Tropenkrankheiten kommen nach Deutschland

Hamburg (ddp). Durch den Klimawandel treten in Deutschland Experten zufolge Erkrankungen auf, die normalerweise nur in den Tropen verbreitet sind. «Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir hier durch die Erderwärmung ein dauerhaftes Problem kriegen«, sagte der Infektiologe Dieter Hassler aus Kraichtal der »Bild am Sonntag". Nach einem Bericht der Zeitung erkrankten im Sommer 2006 drei Ostsee-Badegäste in Mecklenburg-Vorpommern an einer Infektion durch das Bakterium «Vibrio vulnificus». Sie bekamen schwere Wundentzündungen an den Beinen. Reisemediziner nennen das Salzwasser-Bakterium auch «Fluch der Karibik», weil es am Golf von Mexiko und auf den karibischen Inseln jedes Jahr bei Hunderten von Menschen schwere Infektionen bis hin zu lebensgefährlichen Blutvergiftungen auslöst, schreibt das Blatt. In gemäßigten Zonen komme das Bakterium normalerweise nur in geringer Zahl im Wasser vor. «Im Sommer 2006 erwärmte sich die Ostsee jedoch so stark, dass sich die Vibrionen extrem vermehren konnten», sagte Hassler. Auch andere tropische Erkrankungen treten dem Bericht zufolge inzwischen in Deutschland auf: In den vergangenen Jahre erkrankten danach mehrere Menschen an einer sogenannten Orientbeule (Leishmaniose), obwohl sie Deutschland nie verlassen hatten. Mutmaßlicher Grund: Auch Hunde erkranken an Leishmaniose - häufig nachdem sie von ihren Besitzern mit in den Mittelmeerurlaub genommen wurden. Die Krankheit kann dann durch verschiedene Mückenarten vom Hund auf den Menschen übertragen werden. «Auch Tropeninfektionen wie Malaria könnten hier heimisch werden», sagte Professor Thomas Löscher, Direktor des Tropeninstituts der Universität München. Malaria wird durch Bakterien verursacht, die von Anopheles-Mücken übertragen werden. Diese Malaria-Mücken wurden bereits in Bayern und Nordrhein-Westfalen gefunden.

Donnerstag, 4. Januar 2007

Blutdruck auf Gipfelsturm

Ständige Hektik im Büro? Das kann ernste Folgen für die Gesundheit haben, denn Wissenschaftler entdeckten: Stress katapultiert den Blutdruck in die Höhe


Stressige Arbeit: Blutdruck im Steigflug


Ob in der Familie oder im Job - auf Stress reagiert der Körper immer gleich. Er produziert große Mengen an Stresshormonen, die Blutgefäße verengen sich und die Herzfrequenz steigt. Welche Folgen hat das für den Körper? Eine große Studie fand Antworten: Bei vielen berufstätigen Menschen lässt Stress den Blutdruck in die Höhe schießen - nur während der Arbeitszeit, montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr. Die deutsche STARLET-Studie (Stressinduzierte Hypertonie am Arbeitsplatz - Langzeituntersuchung) wurde anlässlich des 30. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga Ende November in München vorgestellt.

Viel Verantwortung, wenig zu melden

Die Wissenschaftler beleuchteten den Zusammenhang zwischen Job, Stress und Blutdruck bei knapp 3.500 berufstätigen Personen zwischen 35 und 60 Jahren. Die Studienteilnehmer arbeiteten in der Metall-, Nahrungsmittel und Elektroindustrie sowie im öffentlichen Dienst oder in Gesundheitsberufen.

Nur 36 Prozent der Berufstätigen, so das Ergebnis, hatten während der Arbeitszeit einen normalen Blutdruck. Vor allem psychische Belastungen führten überdurchschnittlich häufig zu Bluthochdruck. "Besonders anfällig sind Menschen mit hoher Verantwortung und Arbeitsanforderung in Kombination mit geringem Entscheidungsspielraum", erklärt der Kongresspräsiden Prof. Martin Middeke. "Im Krankenhaus ist das der Oberarzt." Diese Personen hätten ein zwei- bis dreifach höheres Herzinfarktrisiko.

Stress als Blutdruck-Katapult


Mit Hilfe von Fragebögen erfassten die Forscher, wie viel Stress die Probanden am Arbeitsplatz hatten. Angekreuzt werden konnte beispielsweise "Von mir wird viel verlangt", "Ich fühle mich unter Druck", "Ich kann wenig selbst bestimmen".

Der Blutdruck wurde mit einer 24-Stunden-Blutdruckmessung verfolgt (am Arbeitsplatz und zuhause). Als arbeitsassoziierter Bluthochdruck wurde eine Erhöhung um mindestens 8/5 mmHg definiert. Personen, die im Fragebogen Stress und hohe Arbeitsbelastung angaben, hatten überdurchschnittlich häufig erhöhte Blutdruckwerte.

Die Datenauswertung zeigte auch einen direkten zeitlichen Zusammenhang von Blutdruckhöhe und spezifischen Arbeitsbelastungen. In Situationen, die Probanden als stressig empfanden, schoss der Blutdruck nach oben.

"Stunde als Boxkampf"

Kein Unterschied ließ sich innerhalb der verschiedenen Berufsgruppen feststellen. Vielmehr hängen negativ erlebter Stress und Blutdruckerhöhung von der individuellen Fähigkeit ab, mit Drucksituationen umzugehen. Middeke sagt: "Eine belastende Situation hat nicht bei allen Personen die gleichen schädigenden Auswirkungen."

Wie ein Mensch Stress empfindet und darauf reagiert, ist individuell sehr unterschiedlich. Ein Beispiel sind Lehrer. Während ein Mathematiklehrer, der schwierige Schüler unterrichtet und Spaß im Beruf hat, völlig gelassen bleibt, gerät eine halbtags beschäftigte Sport- und Musiklehrerin unter Dauerdruck, weil sie ihren Job nicht gerne macht. "Sie empfindet jede Stunde wie einen Boxkampf und wartet nur auf den Gong", berichtet Prof. Jochen Schrader, Autor der STARLET-Studie, aus seiner Erfahrung. Ihr Blutdruck steigt entsprechend dem Stundenplan.

Normale Feierabendwerte

Bluthochdruck am Arbeitsplatz werde bisher weit unterschätzt, betont Middeke. Das liegt auch daran, dass der Blutdruck bei einer ärztlichen Routineuntersuchung wieder vollkommen normale Werte erreicht. Im Rahmen der STARLET-Studie wurde nur jede dritte Person mit Bluthochdruck auch behandelt. Leider nicht ausreichend, denn nur ein Viertel davon hatte tatsächlich normale Blutdruckwerte. Das änderte sich allerdings im Verlauf der Fünfjahresstudie. Am Ende erreichte knapp die Hälfe aller Personen mit Bluthochdruck gute Werte.

Herz und Hirn in Gefahr

Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit. Etwa 30 Millionen Menschen in Deutschland seien betroffen, schätzt Experte Middeke. Er ist verantwortlich für Schlaganfall und Herzinfarkt, Herz- und Nierenschwäche sowie andere Organschäden. Bekannt ist auch, dass Stress schlecht fürs Immunsystem ist. Bei knapp der Hälfte aller Todesfälle in Deutschland spielt Bluthochdruck eine Rolle.

"Nach Übergewicht und Bewegungsmangel ist Stress der drittwichtigste Risikofaktor für Bluthochdruck", weiß Middeke. Betroffene sollten Methoden zur Stressbewältigung erlernen, empfiehlt er. Die meisten bevorzugten allerdings eine einfachere Methode - eine blutdrucksenkende Pille schlucken.


Quellen
STARLET-Studie, Deutsche Medizinische Wochenschrift (DMW), 17.11.2006; 131 (46): 2580-2585;

Ernährung: Gesundheitsgefahr durch Fruktose

Hamburg (ots) - Natürlicher Fruchtzucker ist keineswegs harmlos. Die so genannte Fruktose, die industriell aus Maisstärke gewonnen wird, ist vielmehr ein tückischer Dickmacher, wie die Frauenzeitschrift "FÜR SIE" in ihrer neuen Ausgabe (EVT: 27. Dezember 2006) berichtet. "Fruktose stört den Zuckerstoffwechsel, belastet die Leber und kann zu Übergewicht und Stoffwechselstörungen führen, warnt Barbara Hohl von der Verbraucher-Schutzorganisation Foodwatch. Obst ist davon nicht betroffen, da es nur wenig Fruchtzucker enthält, wohl aber industrielle Lebensmittel, die mit Fruktose gesüßt sind. Fruchtzucker wird seit den 70-er Jahren industriell hergestellt und steckt als Sirup in Ketchup, Gebäck, Joghurt und Getränken. Dass bei der Zuckerart Vorsicht geboten ist, zeigt auch eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam. Hier fütterte man Mäuse mit Wasser, Diätlimo, zuckerhaltiger Limonade und einer Fruktoselösung. Die Tiere, die mit Fruchtzucker gefüttert wurden, legten bei vergleichbarer Kalorienzahl stärker als andere an Körperfett zu und auch die Leberwerte stiegen. Die Experten gehen davon aus, dass Fruchtzucker den Stoffwechsel so beeinflusst, dass die Anreicherung von Körperfett begünstigt wird. Im Gegensatz zu Haushaltszucker löst Fruktose keinen Insulinanstieg aus, sondern gelangt direkt in die Leber und wird dort zu Fett umgewandelt. Außerdem aktiviert Fruktose auch nicht die Hormone, die das Gewicht reduzieren. Eine fruktosereiche Kost kann daher das Bedürfnis wecken, immer mehr Kalorien aufzunehmen. Eine "schlanke" Alternative zu Industriezucker ist Fruktose daher nicht.

Gift im Zahn: Kunststoff-Füllungen potenziell schädlich

Bestimmte Werkstoffe in Zahnfüllungen stellen womöglich ein gesundheitliches Risiko dar. Die so genannten Monomere, die Zahnärzte zur Festigung von Kunststoff-Füllungen verwenden, werden im Körper zu teils giftigen Substanzen umgewandelt. Dies ergab eine Studie des Toxikologen Prof. Fanz-Xaver Reichl von der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Im Tierversuch wurden die gebräuchlichen Monomere Hyrdoxymethacrylat (HEMA) und Triethylenglycoldimethacrylat (TEGMA) im Körper zum krebserregenden Stoff Epoxymethacrylsäure abgebaut. „Das ist toxikologisch bedenklich“, sagt Reichl. Normalerweise werden die beiden Monomere dem restlichen Werkstoff beigemischt, in den hohlen Zahn gefüllt und unter UV-Licht ausgehärtet. Nach Reichls Aussagen wird allerdings nur etwa die Hälfte des Stoffs wirklich fest. „Der Rest wird vom Patienten verschluckt oder dringt in die Pulpa des Zahnes ein“, erklärt der Toxikologe. Auf diese Weise kann die Substanz in den Blutkreislauf gelangen. Als denkbare Langzeitfolgen nennt Reichl Überempfindlichkeitsreaktionen und sogar die Entstehung von Krebs. Entscheidend sei jedoch die Menge des aufgenommenen Monomers. Ob die durch Zahnfüllungen entstehende Menge ausreicht, um beim Menschen gesundheitliche Schäden zu verursachen, ist noch nicht untersucht.

Montag, 20. November 2006

Nordsee erreicht Rekordtemperaturen

+ 14.11.2006 + Oktober: Temperatur-Mittelwert lag bei 14,2 Grad. Seit 1993 ist kontinuierlicher Anstieg erkennbar.

Erneut stellten Wissenschafter ein "untrügliches Zeichen für den beginnenden Klimawandel in der Nordsee" fest, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg mitteilte.

Aktuelle Messungen ergaben, dass die Temperatur mit durchschnittlich 14,2 Grad im Oktober 2006 um 2,4 Grad über dem langjährigen Mittelwert von 1968 und 1993 lag, erklärte Dr. Hartmut Heinrich, im BSH zuständig für Klimafragen. Damit sei der bisherige Rekordwert von Oktober 2005 noch einmal um fast 1 Grad übertroffen.

Seit Beginn der BSH-Temperaturmessungen im Jahr 1968 bis etwa 1993 schwankte die mittlere Wassertemperatur der Nordsee im Oktober stets um 11,8 Grad. Aber bereits ab 1993 sei ein kontinuierlicher Anstieg erkennbar gewesen, ergänzte Heinrich. Mit durchschnittlich 0,13 Grad/Jahr stiegen die Temperaturen seitdem um insgesamt 1,7 Grad an.

Isoliert betrachtet sei der diesjährige nordseeweite Temperaturanstieg witterungsbedingt, also Folge der extremen Hitzeperiode im Juli, als mit einem Anstieg der Wassertemperatur um 4,1 Grad der für diesen Sommermonat übliche Temperaturanstieg gleich um das Doppelte übertroffen wurde. Zudem habe der unverhältnismäßig warme September den eigentlich bereits im August einsetzenden saisonalen Temperaturrückgang teils gestoppt.

Dass diese aktuellen Rekordwerte keine Einzelfälle sind, die Warm-Anomalie vielmehr zur Regel wird, zeigen die Langzeitbeobachtungen des BSH. Bereits in den vergangenen 10 bis 15 Jahren sei den überdurchschnittlich warmen Oktobertemperaturen häufig ein entsprechend überdurchschnittlich warmer Sommer vorausgegangen. Danach befindet sich die Nordsee anhaltend seit 1988 in der längsten und intensivsten Warmphase, die seit Beginn der Messungen im Jahr 1873 beobachtet wurde, so Heinrich.

Normalerweise hätte diese längst wieder von einer Kaltphase abgelöst werden müssen, so wie dies dem üblichen Wechseln zwischen Warm- und Kaltperioden etwa alle 5 bis 15 Jahre entspräche.
Die Nordsee als Nebenmeer des Nordatlantiks werde zusätzlich mit immer wärmerem Wasser aus dem Ozean versorgt, auch im Winter. Dieser Trend sei in den vom BSH analysierten Klimazeitreihen klar erkennbar. So zeige eine 18jährige Zeitreihe zur Wärmemenge in den oberen 750 m des Nordatlantiks ebenfalls einen deutlichen Anstieg der Wärmeinhalte. Ein ähnliches Vordringen von Warmwasserfronten aus dem subtropischen Bereich des Nordostatlantiks nach Norden bestätigen auch Daten aus dem globalen Ozeanüberwachungsprogramm ARGO, an dem das BSH beteiligt ist.

Der Lebensraum Nordsee werde sich aufgrund des Temperaturanstiegs, der den weltweiten Beobachtungen entspricht, spürbar verändern, betonte Heinrich abschließend. Verstärkt würden Meerestiere und -pflanzen aus der Biskaya in die Nordsee einwandern. Der Beginn des Klimawandels sei auch für die Nordsee nicht mehr von der Hand zu weisen.
Quelle:
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) 2006

Sonntag, 19. November 2006

Unsere Meere werden zugemüllt

+ Die Gewässer um die nordwestlichen Hawaii-Inseln, welche das grösste Meeresschutzgebiet der Welt beheimaten,1 sind durch einen riesigen schwimmenden Müllteppich bedroht.
Die Verschmutzung der Meere hat weltweit ein bedrohliches Ausmaß erreicht. In gewissen Regionen ist der Müll zur tödlichen Gefahr für die Ozeane und ihre Bewohner geworden, wie ein heute publizierter Bericht von Greenpeace zeigt. Plastikabfälle aus der ganzen Welt, durch die Meeresströmungen in diese Gegend getrieben, bilden in dieser Zone einen gewaltigen Müllstrudel. Er hat inzwischen die Größe Texas erreicht.

Auf seiner 14-monatigen "SOS-Weltmeertour" ist das Greenpeace-Schiff "Esperanza" in Hawaii angekommen und wird die Region im Nordost-Pazifik besuchen. Die vor kurzem zur nationalen Sehenswürdigkeit erklärten Gewässer um die nordwestlichen Hawaii-Inseln sind ernsthaft bedroht durch einen gigantischen Müllteppich.

Im Juni 2006 erklärte US-Präsident George Bush das Gebiet um die nordwestlichen Hawaii-Inseln zur nationalen Sehenswürdigkeit.

„Die Etappen der Expedition ‚SOS Weltmeer’ führten die Greenpeace Flotte an zahlreiche Küsten, die mit Abfällen aller Art übersät waren. Doch im offenen Meer ist das Problem noch virulenter. Viele Meeressäuger verfangen sich in Plastiktrümmern, Seevögel ersticken an ihnen“, erklärt Adam Walters, Wissenschafter an Bord der Esperanza. „Welche Gefahr diese Kunststoffabfälle für die Meerestiere darstellen, ist seit Jahren bekannt. Aber das Ausmaß des Problems wurde bislang verkannt. Mit der ungebremsten Zunahme der Plastikproduktion auf der ganzen Welt, sind ihre Spuren in allen Ozeanen zu finden. Dieser Müll ist zum globalen Problem geworden, zum Verletzung- oder gar Todesrisiko für viele Meeresbewohner.“

„Ironie des Schicksals, die Plastikabfälle beenden ihre Reise über die Ozeane unmittelbar neben dem größten Meeresschutzgebiet der Erde“, sagt Buffy Baumann von Greenpeace USA. „Wir begrüßen zwar die Geste, die mit der Schaffung eines Meerschutzgebietes im Nordwesten Hawaiis gemacht wurde, doch es ist höchste Zeit, dass die internationale Gemeinschaft sich dafür einsetzt, ein großflächiges Netz von Reservaten zu realisieren. Dies ist die einzige Möglichkeit, den Bedrohungen, welchen die Ozeane ausgesetzt sind, wirkungsvoll die Stirn zu bieten.“

Greenpeace fordert die Etablierung eines Netzes von Meeresschutzgebieten, welches 40 % der Meeresoberfläche umfasst. Zudem kann die Verschmutzung der Meere nur eingedämmt werden, wenn weltweit die Verwendung von Plastik eingeschränkt und systematisches Recycling von Kunststoffen zur Selbstverständlichkeit wird.
Quelle:
Greenpaece * Defending Our Oceans 2006

porthole-odtv

Ernährungssicherheit geht alle an + In Zeiten der Globalisierung ist Essen keine Privatsache.

214Mehr als zwei Milliarden Menschen leiden weltweit unter Mangelernährung. Über 825 Millionen sind chronisch unterernährt. Die Industrienationen sehen sich derweil mit der rasanten Zunahme von Gesundheitsschäden konfrontiert, die durch Fehlernährung und Übergewicht entstehen. Mit der Kampagne "Niemand isst für sich allein" greift Brot für die Welt das Thema Ernährungssicherheit auf.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organziation of the United Nations, FAO) geht davon aus, dass weltweit genug Lebensmittel produziert werden, um alle Menschen zu ernähren. Die weltweiten Handels-, Wirtschafts- und Konsumpraktiken tragen jedoch dazu bei, dass ein großer Teil der Weltbevölkerung an diesem Wohlstand nicht teilhaben kann.

Seit Mitte Oktober 2006 macht Brot für die Welt mit der Kampagne „Niemand isst für sich allein“ auf die Zusammenhänge zwischen Konsumgewohnheiten, globalen Wirtschaftskreisläufen, Gefahren für Umwelt, Gesundheit und Ernährungssicherheit aufmerksam. Dieser Ansatz deutet sich schon im Titel der Kampagne an: Das eigene Handeln hat Auswirkungen auf das Leben anderer, auch wenn sie, wie die Kleinbauern Asiens, Lateinamerikas und Afrikas sehr weit entfernt leben.

Niemand isst für sich allein

Das gilt auch die Auswirkungen der Ernährungswirtschaft, Landwirtschaftspolitik und nicht zuletzt die Konsumentscheidungen des Einzelnen auf die Ernährungssituation und landwirtschaftlichen Möglichkeiten in anderen Teilen der Erde. Niemand isst für sich allein.

Indem Brot für die Welt diese Zusammenhänge thematisiert und beleuchtet, will die Organisation in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für ein neues Verständnis von Qualität schaffen: Neben dem Geschmack und dem Gesundheitswert von Lebensmitteln bestimmen auch die sozialen und ökologischen Bedingungen bzw. Auswirkungen ihrer Herstellung und Vermarktung darüber, wie gut ein Lebensmittel insgesamt ist.

Mit den Forderungen

* Ernährungssicherheit braucht Wandel im (Welt-) Handel
* Ernährungssicherheit erfordert eine Agrarwende
* Ernährungssicherheit braucht eine Konsumwende


richtet sich „Niemand isst für sich allein“ an die Bundesregierung und jeden einzelnen Verbraucher.

Besonders Kirchengemeinden sind angesprochen,
ihre Mitgliedern für den Gedanken "Niemand isst für sich allein" und seine Folgen im Alltag nahe zu bringen. Dafür stellt die Kampagne Vorschläge für Aktionen und Anregungen für die Integration des Themas die Gemeindearbeit sowie Materialien zur Verfügung.
Quelle:
OEKO-FAIR.DE 2006

Details: http://www.brot-fuer-die-welt.de/ernaehrung/
214

Download der Broschüre

:: 35 Millionen Menschen starben bislang durch die Motorisierung der Erde

6 + Dem Soziologen Klaus Gietinger ist es gelungen in einer umfangreichen Studie die Anzahl der globalen Opfer von Straßenverkehrsunfällen seit der Erfindung des Automobils zu ermitteln.
In einem Aufsatz für die renommierte Zeitschrift „Internationales Verkehrswesen“ fasste Gietinger zu ersten Mal seine Forschungen zusammen. Bisher waren Schätzungen der Gesamtzahl aller Straßenverkehrsopfer weltweit relativ ungenau. Durch bessere Datenerfassung und neuere Studien konnten in den vergangenen Jahren die Dunkelziffern präziser bestimmt werden. Prognosen lassen einen starken Anstieg der globalen Unfallraten erwarten.

Danach starben bislang 35 Millionen Menschen auf den Straßen der Erde. Mehr als 1,2 Milliarden wurden verletzt. Jährlich fallen mehr als 1 Million Menschen dem Kfz zum Opfer, 35 Millionen werden verwundet. Die Tendenz ist dabei stark steigend. Aufgrund der maßlosen Motorisierung der Dritten Welt und vor allem Asiens werden sich die Opferzahlen bis 2030 sowohl jährlich, als auch in ihrer Gesamtheit verdoppelt haben. Dabei seien die Umweltfolgen, die Vergiftung von Luft, Erde und Wasser, sowie die zu großen Teilen der Motorisierung geschuldete Klimakatastrophe noch gar nicht eingerechnet. Während man sich in Europa beruhige, die Anzahl der Opfer ginge zurück, würde die Straße weltweit immer mehr zum Schlachtfeld.


Ergänzend verlangte Gietinger einschneidende Maßnahmen
Er forderte eine Verkehrswende. Der Wissenschaftler appellierte vor allem an die hochmotorisierten Länder und die EU. Sie hätten hier deutliche Vorbildfunktion.
"Schärfste Tempolimits auf allen Straßen, die totale Verkehrsberuhigung, Aufhebung der Vorfahrt für Autos, Kostenwahrheit im Straßenverkehr und die Befreiung der Städte vom Kraftfahrzeug, könnten hier allein Abhilfe schaffen", meinte Gietinger. Das Auto sei Sucht und Seuche zugleich. Drogenberater allein würden nicht mehr helfen. Nur harter Entzug sei hier noch zielführend.

"Die Infrastruktur aller Industriestaaten muss so gestaltet werden, dass das Kraftfahrzeug als Massenverkehrsmittel ausgedient hat und sich die eigenen Füße, das Rad, Bus, Tram und Bahn zu den Verkehrsmitteln der Zukunft wandeln"
Quelle:
Initiative Frankfurt22 2006

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Offenbarung 21

Das neue Jerusalem 1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. 3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! 6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. 7 Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.

The animals of the world

"The animals of the world exist for their own reasons. They were not made for humans any more than black people were made for white, or women created for men." Alice Walker

Der gute Hirte (Psalm 23)

1 "Ein Psalm Davids." Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Aus Liebe

Sag es mit Worten oder . ohne Worte! Sag es mit einem Lächeln, mit einer Geste der Versöhnung, mit einem Händedruck, mit einem Wort der Anerkennung, mit einer Umarmung, mit einem Kuss, mit einem Stern in deinen Augen. Sag es weiter mit tausend kleinen Aufmerksamkeiten, jeden Tag aufs Neue: „Ich hab dich gern!“ ~ Phil Bosmans Auch dieses kleine Geschenk ist ein Zeichen der Liebe. Es will sagen: Da ist jemand, der gern an dich denkt, der sich freut, dass es dich gibt und dem du wichtig bist. Wer Liebe verschenkt, erinnert damit immer auch an die Liebe Gottes zu uns Menschen. „Durch Jesus Christus hat Gott uns seine Liebe geschenkt. Darum gibt es in der Welt nichts, was uns jemals von der Liebe Gottes trennen kann.“ (Römer 8, Verse 38-39)

Über unsere Ernährung (1.Mose 1) steht alles "im Buch des Lebens" - KLAR und EINFACH zu verstehen

27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht. 29 Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. 30 Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. 31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

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wenn du allen ernstes...
wenn du allen ernstes "gott kennen lernen" willst ......
robinhood1 - 24. Aug, 09:49
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robinhood1 - 24. Aug, 09:41
das alle Menschen von...
Hi- es freut mich, dass du diesen Blog besucht hast. Ich...
robinhood1 - 19. Sep, 23:40

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